Massives Sicherheitsaufgebot für WM in Mexiko nach Kartell-Unruhen
Der WM-Gastgeber Mexiko reagiert mit einem beispiellosen Sicherheitsaufgebot auf die jüngsten gewaltsamen Unruhen im Land. Nach der Tötung des Drogenkartell-Bosses Nemesio Oseguera Cervantes durch die Armee am 22. Februar und den darauffolgenden Ausschreitungen will die mexikanische Regierung keine Zweifel an der Sicherheit der Fußballfans während der Weltmeisterschaft aufkommen lassen.
100.000 Kräfte für 13 WM-Spiele
Wie die Regierung am Freitag offiziell bekannt gab, sollen insgesamt 100.000 Polizisten, Soldaten und Angehörige privater Sicherheitsdienste zum Schutz der 13 WM-Spiele in Mexiko-Stadt, Guadalajara und Monterrey eingesetzt werden. Dieses Großaufgebot soll garantieren, dass die Spiele ohne Sicherheitsprobleme stattfinden können.
Besonders betroffen von den jüngsten Gewaltausbrüchen war der Bundesstaat Jalisco, in dessen Hauptstadt Guadalajara vier WM-Spiele ausgetragen werden sollen. Bereits Ende dieses Monats sind dort wichtige WM-Playoffs geplant, die als erster Test für die Sicherheitsvorkehrungen gelten.
Erste WM mit 48 Teams unter besonderen Bedingungen
Mexiko richtet gemeinsam mit den USA und Kanada die erste Fußball-Weltmeisterschaft mit 48 Nationalmannschaften aus, die vom 11. Juni bis 19. Juli 2026 stattfinden wird. Die erweiterte Teilnehmerzahl und die jüngsten Sicherheitsvorfälle stellen besondere Herausforderungen für die Organisatoren dar.
Präsidentin Claudia Sheinbaum hat in einer offiziellen Stellungnahme versichert, dass der WM-Besuch für internationale Fans "kein Risiko" darstellen werde. Die mexikanische Regierung betont, dass alle notwendigen Maßnahmen ergriffen werden, um die Sicherheit der Spieler, Offiziellen und Zuschauer zu gewährleisten.
Die umfassenden Sicherheitsvorkehrungen umfassen laut Regierungsangaben:
- Verstärkte Polizeipräsenz in allen WM-Städten
- Militärische Unterstützung für kritische Infrastruktur
- Private Sicherheitsdienste für Stadien und Fan-Zonen
- Koordinierte Einsatzkräfte für Notfälle
Die Tötung des Kartell-Bosses Cervantes hatte insbesondere in der Region um Guadalajara zu erheblichen Unruhen geführt, was die Sicherheitsbedenken im Vorfeld der Weltmeisterschaft deutlich erhöhte. Die mexikanischen Behörden wollen mit dem massiven Sicherheitsaufgebot nun ein klares Signal der Kontrolle und Stabilität senden.



