Mexikos Staatschefin verspricht sichere WM trotz Gewaltexzessen
Nach einer jüngsten Welle der Gewalt in Mexiko, die durch den Tod eines mächtigen Drogenbosses ausgelöst wurde, hat Präsidentin Claudia Sheinbaum eine klare Sicherheitsgarantie für die Fans der anstehenden Fußball-Weltmeisterschaft abgegeben. Bei ihrer täglichen Pressekonferenz betonte die Staatschefin entschieden: „Es gibt kein Risiko für die Besucher. Nicht das geringste Risiko.“ Diese Aussage erfolgte als direkte Antwort auf kritische Fragen zur Eignung Mexikos als Gastgeber der WM angesichts der jüngsten Ereignisse.
Gewaltausbrüche nach Tod von Drogenboss „El Mencho“
Die Sicherheitsbedenken wurden durch eine schwere Gewalteskalation ausgelöst, die auf die Festnahme von Nemesio Oseguera Cervantes, bekannt als „El Mencho“, am vergangenen Sonntag folgte. Kämpfer des berüchtigten Drogenkartells Jalisco Nueva Generación (CJNG) reagierten mit:
- Errichtung von Straßensperren in mehreren Bundesstaaten
- Brandstiftung an zahlreichen Fahrzeugen
- Angriffen auf Geschäfte und öffentliche Einrichtungen
Bei den anschließenden Gefechten und dem Zugriff der Sicherheitskräfte kamen insgesamt 74 Menschen ums Leben, darunter auch der Kartellchef „El Mencho“ selbst, der seinen Verletzungen erlag. Diese Vorfälle haben internationale Aufmerksamkeit erregt und Zweifel an der Sicherheitslage im Land geweckt.
WM-Austragung in Mexiko steht bevor
Mexiko wird in diesem Sommer gemeinsam mit den USA und Kanada die Fußball-Weltmeisterschaft ausrichten. Auf mexikanischem Boden sind insgesamt 13 Spiele in drei bedeutenden Städten geplant:
- Mexiko-Stadt als politisches und kulturelles Zentrum
- Guadalajara mit seiner reichen Fußballtradition
- Monterrey als wirtschaftliche Metropole des Nordens
Bereits Ende März und Anfang April sollen in Guadalajara und Monterrey jeweils zwei internationale Playoff-Partien zur Ermittlung der letzten beiden WM-Teilnehmer stattfinden. Diese Vorbereitungsspiele werden als erster wichtiger Test für die Sicherheitsmaßnahmen gelten.
Präsidentin Sheinbaum stellt umfassende Garantien in Aussicht
In ihrer Pressekonferenz ging Präsidentin Sheinbaum ausführlich auf die Sicherheitsfragen ein und versicherte: „Alle Garantien sind gegeben.“ Sie betonte, dass die mexikanische Regierung alle notwendigen Vorkehrungen treffe, um einen reibungslosen und sicheren Ablauf der WM-Spiele zu gewährleisten. Trotz der jüngsten Gewalttaten des CJNG-Kartells beharrt sie darauf, dass diese Vorfälle keine Auswirkungen auf die Sicherheit der internationalen Besucher haben werden.
Die Regierung hat angekündigt, spezielle Sicherheitskonzepte für die WM-Städte zu entwickeln, die eine enge Zusammenarbeit zwischen lokalen, bundesstaatlichen und nationalen Sicherheitskräften vorsehen. Experten weisen jedoch darauf hin, dass die anhaltende Präsenz von Drogenkartellen in einigen Regionen Mexikos weiterhin eine Herausforderung darstellt, die nicht unterschätzt werden darf.



