Preußen Münster feiert lang ersehnten Sieg in der 2. Bundesliga
Nach einer langen Durststrecke von neun Spielen ohne Sieg hat Preußen Münster endlich wieder einen Dreier eingefahren. Im wichtigen Kellerduell bei Eintracht Braunschweig setzte sich die Mannschaft von Trainer Alexander Ende mit 2:1 durch und vollzog damit einen echten Befreiungsschlag. Dieser Erfolg katapultierte Münster auf den 13. Tabellenplatz, während Braunschweig nach nur einem Sieg aus den letzten sieben Partien auf den gefährlichen 16. Rang abrutschte.
Emotionale Achterbahnfahrt im Braunschweiger Stadion
Das Spiel begann verhalten und benötigte fast eine halbe Stunde, um richtig Fahrt aufzunehmen. Die erste große Chance verpasste Imad Rondic für Münster mit einer Direktabnahme, die knapp am Tor vorbeiging. Auf der anderen Seite scheiterte Erencan Yardimci im Eins-gegen-eins mit Preußen-Keeper Johannes Schenk, und auch Kevin Ehlers traf mit einem Kopfball nur das Außennetz.
Kurz vor der Pause schien Münster dann doch in Führung zu gehen: Oliver Batista Meier schob den Ball nach einem kuriosen Missverständnis zwischen Braunschweigs Ersatztorhüter Elhan Kastrati und Leon Bell Bell ins leere Tor. Doch nach einer Überprüfung durch den Videobeweis wurde der Treffer aberkannt, da der Ball Batista Meier kurz zuvor am Arm getroffen hatte. In der Nachspielzeit rettete Münster noch einmal auf der Linie, als ein Kopfball von Salomon Nkoa geklärt wurde.
Frenkerts Führung und Münsters starke Reaktion
Nach der Pause schien sich das Blatt zu wenden: Ausgerechnet der gebürtige Münsteraner Lukas Frenkert köpfte nach einer Vorlage von Kevin Ehlers aus kurzer Distanz zur 1:0-Führung für die Gastgeber. Doch anstatt den Kopf in den Sand zu stecken, zeigte Münster, die bis dahin schlechteste Auswärtsmannschaft der Liga, Charakter.
Jorrit Hendrix glich nach einem präzisen Zuspiel von Jano ter Horst mit einem platzierten Schuss ins Eck aus. Nur vier Minuten später vollendete Oliver Batista Meier die Wende: Mit einem direkt verwandelten Freistoß drehte er das Spiel komplett zu Gunsten der Preußen. Die Schlussphase musste Münster dann noch in Unterzahl überstehen, nachdem Paul Jaeckel in der 88. Minute die Gelb-Rote Karte gesehen hatte.
Dieser Sieg bedeutet nicht nur drei wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt, sondern auch einen enormen psychologischen Boost für das gesamte Team. Nach wochenlangen Enttäuschungen und dem steten Abrutschen in der Tabelle hat Münster nun wieder Grund zur Hoffnung. Für Eintracht Braunschweig hingegen wird die Situation immer bedrohlicher, da die Mannschaft weiter in den Abstiegskampf hineingezogen wird.



