Nagelsmann setzt auf Musiala: Nur medizinische Bedenken können WM-Einsatz verhindern
Bundestrainer Julian Nagelsmann plant fest mit Jamal Musiala für die Fußball-Weltmeisterschaft 2026 in Amerika. In der Talk-Reihe „Bestbesetzung“ bei MagentaTV machte der Nationaltrainer deutlich, dass ein freiwilliger Verzicht des Bayern-Offensivmanns für ihn keine Option darstellt. „Wenn die Ärzte sagen, dass kein Risiko für seine Gesamtkarriere besteht, dann spricht absolut nichts gegen eine Teilnahme an der WM“, betonte Nagelsmann mit Nachdruck.
Komplizierte Verletzung und Comeback
Musiala hatte sich als Spieler des FC Bayern München bei der Club-Weltmeisterschaft im vergangenen Sommer einen komplizierten Beinbruch zugezogen, der ihn für mehrere Monate außer Gefecht setzte. Nach seinem lang ersehnten Comeback im Frühjahr verpasste der 23-Jährige aufgrund von Belastungssymptomen die wichtigen WM-Testländerspiele der Nationalmannschaft Ende März in der Schweiz und gegen Ghana.
Für den FC Bayern kam der talentierte Offensivspieler zuletzt wieder als Einwechselspieler zum Einsatz, unter anderem beim packenden 4:3 gegen Real Madrid im Viertelfinal-Rückspiel der Champions League. In dieser Begegnung leistete Musiala per spektakulärem Hackentrick die Vorarbeit zum entscheidenden 3:3-Ausgleichstreffer kurz vor Spielende.
Diskussion um Kahn-Aussagen
Zuletzt hatten Aussagen des ehemaligen Torwarts Oliver Kahn für Diskussionsstoff gesorgt, als diese so interpretiert wurden, dass er Musiala wegen der Verletzungsfolgen von einer WM-Teilnahme abraten würde. Mittlerweile korrigierte Kahn diese Darstellung und merkte an, dass seine Worte verkürzt wiedergegeben worden seien. Musiala selbst hatte bereits mehrfach betont, unbedingt bei der Weltmeisterschaft spielen zu wollen.
In der Nationalmannschaft kam der Bayern-Star letztmals im März 2025 im Viertelfinale der Nations League gegen Italien zum Einsatz. Vor seiner Verletzung war Musiala als fester Startelfspieler für die WM eingeplant. Sollten Fitness und Spielpraxis bis zum Turnierbeginn noch nicht vollständig hergestellt sein, könnte er laut Nagelsmann auch in der Rolle des Jokers wichtige Impulse für das deutsche Team setzen.
Scherzhafte Anmerkungen zu Thomas Müller
Auf die scherzhaften Diskussionen um ein mögliches DFB-Comeback von Thomas Müller, der aktuell bei den Vancouver Whitecaps in Kanada spielt, reagierte Nagelsmann mit einem Augenzwinkern. „Er ist immer noch ein sehr, sehr guter Spieler“, sagte der Bundestrainer und fügte lächelnd hinzu: „Aber die Wahrscheinlichkeit, dass er bei der WM spielt, ist eher gering. Prozentzahlen sage ich nicht, aber eher gering.“
Müller selbst, der bei der WM 2026 als Experte für Magenta-TV arbeiten wird, hatte sich zu diesem Thema in ähnlich humorvoller Weise geäußert. Die Aussagen beider Protagonisten zeigen, dass trotz aller Ernsthaftigkeit in der WM-Vorbereitung auch der Spaß am Fußball nicht zu kurz kommt.



