Nagelsmanns überraschende Bayern-Analyse: Pavlovic als Argument für Gravenberchs Scheitern
Nagelsmann: Pavlovic als Grund für Gravenberchs Bayern-Scheitern

Nagelsmanns kontroverse Bayern-Analyse: Pavlovic als überraschender Faktor

Bundestrainer Julian Nagelsmann hat in einem aktuellen Interview mit dem kicker eine bemerkenswerte Analyse zum Scheitern von Ryan Gravenberch beim FC Bayern vorgelegt. Dabei bezog der 38-Jährige überraschend einen Bayern-Star in seine Argumentation ein, der unter seiner eigenen Trainerschaft keine einzige Spielminute absolvierte.

Gravenberchs komplizierte Situation in München

Nagelsmann beschrieb die Situation des niederländischen Mittelfeldspielers nach dessen Wechsel von Ajax Amsterdam als „sehr kompliziert“. Der Bundestrainer betonte: „Ryan ist ein Top-top-top-Spieler in Europa, das war er schon beim FC Bayern.“ Allerdings stand Gravenberch in der Rangordnung klar hinter den etablierten Duos Joshua Kimmich und Leon Goretzka.

Das Problem laut Nagelsmann: „Ryans Aufgabe war, in den letzten 20 Minuten Gas zu geben, aber sein Spielerprofil passt nicht dazu. Ryan ist ein Spieler, der Rhythmus über die Spieldauer braucht.“ Als Einwechselspieler konnte der defensive Mittelfeldspieler daher nicht an sein volles Potenzial heranreichen.

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Die irritierende Pavlovic-Nennung

Besonders überraschend war Nagelsmanns Verweis auf Aleksandar Pavlovic in diesem Zusammenhang. Der Bundestrainer erklärte: „Zusätzlich hatte ich Aleksandar Pavlovic hochgezogen.“ Diese Aussage wirft Fragen auf, denn unter Nagelsmanns Regie absolvierte Pavlovic zwar erste Trainingseinheiten mit den Profis, erhielt jedoch weder einen Kaderplatz am Spieltag noch eine einzige Einsatzminute.

Erst unter Nagelsmanns Nachfolger Thomas Tuchel debütierte Pavlovic im Oktober 2023 im Heimspiel gegen den SV Darmstadt – mehr als ein halbes Jahr nach dem Ende der Nagelsmann-Ära in München. Die Nennung des jungen Mittelfeldtalents als Argument für Gravenberchs begrenzte Einsatzzeiten erscheint daher besonders bemerkenswert.

Gravenberchs erfolgreicher Neuanfang in Liverpool

Während Gravenberch bei Bayern mit seiner Einsatzzeit haderte, hat sich der Nationalspieler beim FC Liverpool zu einem festen Bestandteil entwickelt. Nach seinem Abgang für rund 40 Millionen Euro im Sommer 2023 absolvierte der Niederländer in der laufenden Saison 26 der 28 möglichen Ligaspiele.

Gravenberch sammelte über 2.200 Einsatzminuten und erzielte dabei vier Tore sowie drei Vorlagen. Diese Entwicklung unterstreicht Nagelsmanns Einschätzung, dass der Spieler ein anderes Umfeld benötigte, um sein volles Potenzial auszuschöpfen.

Nagelsmanns klare Kaderphilosophie

Im selben Interview äußerte der Bundestrainer grundsätzliche Überlegungen zu seinem WM-Kader für den kommenden Sommer. Nagelsmann ließ durchblicken, dass es sogar Absagen von Spielern geben könnte, sollten sich diese nicht mit einem Platz abseits der Stammelf arrangieren können.

Diese Aussage verdeutlicht Nagelsmanns klare Vorstellung von Teamstrukturen und Spielerrollen – eine Philosophie, die bereits während seiner Bayern-Zeit erkennbar war und nun auch seine Arbeit als Bundestrainer prägt.

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