Nagelsmann verteidigt Sané und Schlotterbeck trotz schwacher Leistung gegen die Schweiz
Nagelsmann verteidigt Sané und Schlotterbeck trotz Schwäche

Bundestrainer verteidigt seine Stars nach enttäuschendem WM-Auftakt

Trotz schwacher Leistungen im vogelwilden 4:3-Sieg gegen die Schweiz zum Start ins WM-Jahr erhalten Leroy Sané (30) und Nico Schlotterbeck (26) weitere Chancen in der deutschen Nationalmannschaft. Beide Spieler erhielten in der Presse die Note 5 für ihre enttäuschende Vorstellung im Testspiel.

Sanés blasse Leistung und Schlotterbecks Fehlpässe

Sané blieb im Vergleich zu seiner starken Leistung beim 6:0 gegen die Slowakei im November deutlich hinter den Erwartungen zurück und wirkte über weite Strecken des Spiels blass. Schlotterbeck leitete mit zwei unglücklichen Fehlpässen sogar die ersten beiden Gegentore der Schweizer Mannschaft ein, was die deutsche Defensive erheblich unter Druck setzte.

Doch Bundestrainer Julian Nagelsmann zeigt sich nach dem Spiel versöhnlich und stärkt seinen beiden Schlüsselspielern den Rücken. Es ist sehr wahrscheinlich, dass beide auch im nächsten Testspiel gegen Ghana am Montagabend (20.45 Uhr, ARD) erneut ihre Chance erhalten werden.

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Nagelsmanns differenzierte Bewertung

Über Sané sagte der Bundestrainer: „Ich erwarte jetzt nicht immer von einem Spieler, dass er zwei Tore schießt und drei Tore vorlegt. Er hat schon wieder aufblitzen lassen, was er kann. Er kann das in der einen oder anderen Situation noch intensiver machen und noch besser machen.“

Nagelsmann betonte dabei besonders die Gesamtsituation des Bayern-Stars: „Aber ich bewerte auch seine Gesamtsituation. Er hat ordentlich viel Spielzeit bei Galatasaray, mit 75 Prozent. Die letzten vier Wochen hat er aber in vielen entscheidenden Spielen nicht so viel gespielt oder gar nicht gespielt. Diesen Rhythmus muss man schon einmal auch ein bisschen mitberücksichtigen.“

Defensive bleibt im Fokus

Während alle den stark auftretenden Sané-Nebenmann Florian Wirtz feiern, bereitet die DFB-Defensive weiterhin WM-Sorgen. Nagelsmann will dennoch vorerst an der Innenverteidigung mit Jonathan Tah und Schlotterbeck festhalten, obwohl mit dem erfahrenen Antonio Rüdiger (33) der ehemalige Abwehrchef auf seine Chance lauert.

Zu Schlotterbecks Leistung äußerte sich der Bundestrainer verständnisvoll: „Mit Ball war er ein bisschen unkonzentriert. Aber da mache ich einen Haken dran, weil ich will, dass sie auch Dinge probieren und mutig sind. Er hat sich im Spiel gefangen. Das ist für mich das wichtige Zeichen.“

Nagelsmanns Erwartungen für Ghana-Spiel

Auf die Frage, ob er sich gegen Ghana vor allem ein Spiel ohne Gegentor wünsche, antwortete Nagelsmann pragmatisch: „Generell ist ein zu Null immer schön und immer gut, wenn man das hinkriegt. Am Ende erwarte ich, dass wir das Spiel gewinnen. Und hinterher kann man dann immer bewerten, ob etwaige Gegentore vermeidbar waren oder nicht.“

Die Entscheidung des Bundestrainers zeigt deutlich, dass er auf Kontinuität und Vertrauen in seine Stammspieler setzt, auch wenn diese vorübergehend schwächere Leistungen zeigen. Die kommenden Testspiele werden zeigen, ob dieser Vertrauensvorschuss gerechtfertigt ist und ob Sané und Schlotterbeck ihre Form zur rechten Zeit für die anstehende Weltmeisterschaft finden können.

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