Ex-Weltmeister und Klopp loben Nagelsmanns offene Kader-Kommunikation
Nagelsmanns Kader-Ansagen: Müller, Hummels und Klopp loben

Ex-Weltmeister und Klopp loben Nagelsmann für Kader-Ansagen

Bundestrainer Julian Nagelsmann hat mit einem jüngsten Interview und deutlichen Aussagen zu einzelnen WM-Kandidaten für Aufmerksamkeit gesorgt. Während ungewöhnlich offene Kommunikation von Nationaltrainern oft kritisch beäugt wird, erntet Nagelsmann dafür nun prominente Zustimmung. Die Ex-Weltmeister von 2014, Thomas Müller und Mats Hummels, sowie die Trainer-Ikone Jürgen Klopp äußerten sich in ihrer Rolle als Telekom-Experten ausgesprochen positiv über das Vorgehen des Bundestrainers im Hinblick auf die Fußball-Weltmeisterschaft im Sommer 2026.

Müller erkennt klaren Plan hinter den Worten

Thomas Müller betonte in seinen Kommentaren: „Man ist es nicht gewohnt, dass ein Bundestrainer sich schon so klar und vor allem zu einzelnen Personalien äußert.“ Der langjährige Bayern-Profi fügte jedoch an: „Aber man konnte erkennen, dass er etwas vorhat, dass er einen Plan hat.“ Nagelsmann hatte im Fachmagazin „Kicker“ über verschiedene Kandidaten für das Turnier gesprochen – teils auffallend kritisch, teils deutlich positiv im Hinblick auf eine mögliche Nominierung oder deren Rolle im Team.

Besonders interessant fand Müller die Aussagen zum Mittelfeldspieler Leon Goretzka, den Nagelsmann trotz dessen unsicherer Position bei Bayern München Spielzeit in Aussicht gestellt hatte. „Das hat er bewusst gesetzt und ich verstehe auch warum“, erklärte Müller zu dieser strategischen Entscheidung.

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Hummels sieht Kontinuität in der Offenheit

Mats Hummels äußerte sich ebenfalls wohlwollend zu Nagelsmanns Interview: „Er kommuniziert ein bisschen offensiver, das finde ich auch in Ordnung.“ Der erfahrene Abwehrspieler wies darauf hin, dass es nicht ungewöhnlich sei, wenn Spieler schon Monate vor einem großen Turnier Gewissheit über ihre Einsätze bekämen. „Es wurde halt früher weniger kommuniziert“, so Hummels.

Zur Untermauerung seiner Aussage erinnerte Hummels an die erfolgreiche WM 2014 in Brasilien und verwies auf seinen damaligen Teamkollegen und heutigen Experten-Kollegen Müller: „Der Thomas hatte im März 2014 ja auch nicht die allergrößten Zweifel, dass er mit nach Brasilien fliegt, und Philipp Lahm hatte das auch nicht.“

Klopp schätzt selbstbewussten Bundestrainer

Jürgen Klopp, der Fußball-Chef von Red Bull und ehemalige Trainer von Borussia Dortmund und Liverpool, zeigte sich ebenfalls angetan von Nagelsmanns Auftreten: „Wir haben einen selbstbewussten Bundestrainer, das finde ich cool.“ Der erfahrene Coach betonte, dass er aus den Äußerungen Nagelsmanns keine Freifahrtscheine für bestimmte Spieler herausgelesen habe.

„Ich habe nichts gefunden, wo ich mir gedacht habe: Das bedeutet für den Spieler X, das war's, oder für den Spieler Y, du brauchst gar nichts mehr zu machen, du bist sowieso Stammspieler“, so Klopp. Der Ex-Coach kündigte zudem an, nicht mit belehrendem Finger auf Nagelsmann zeigen zu wollen: „Ich habe nicht vor, ihn zu belehren und ihm zu sagen, wie es besser geht.“ Sollte es bei der WM zu enttäuschenden deutschen Spielen kommen, wolle er auch nicht als Besserwisser auftreten. „Das lasse ich dann den Thomas sagen“, scherzte Klopp abschließend.

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