Nagelsmanns Legionäre: Mehr Schatten als Licht vor der WM 2026
Nagelsmanns Legionäre: Mehr Schatten als Licht

Nagelsmanns Legionäre: Mehr Schatten als Licht vor der WM 2026

Der Kader von Bundestrainer Julian Nagelsmann für die anstehenden Länderspiele gegen die Schweiz am Freitag und Ghana am 30. März hat heftige Diskussionen ausgelöst. Besonders im Fokus stehen die neun Legionäre, die mittlerweile den größten Block im Team bilden – sieben davon allein aus der englischen Premier League. Doch ihre Leistungen am vergangenen Wochenende werfen mehr Fragen auf, als sie Antworten geben.

Enttäuschende Wochenend-Bilanz der Auslandsprofis

Florian Wirtz (22) verlor mit Liverpool 1:2 bei Brighton und setzt seine durchwachsene Saison fort. Trotzdem bleibt der 125-Millionen-Euro-Mann der große Hoffnungsträger für die Weltmeisterschaft. Ebenfalls bei Brighton im Einsatz war Pascal Groß, eine der überraschenden Rückholaktionen Nagelsmanns. Nachdem er beim BVB seinen Stammplatz verloren hatte, kehrte er im Januar nach England zurück und scheint dort wieder Fuß zu fassen. Allerdings wird er während der WM bereits 35 Jahre alt sein.

Nick Woltemade (24) verlor mit Newcastle 1:2 gegen Sunderland und wurde in der 65. Minute ausgewechselt. Sein Assist zum 1:0 war seine erste Torbeteiligung seit Anfang Januar. Kritiker fragen sich, ob der 75-Millionen-Mann nur deshalb im DFB-Kader steht, weil es sonst keine echten Mittelstürmer-Alternativen gibt.

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Fragwürdige Nominierungen und Karriereverläufe

Malick Thiaw (24) war nach dem 2:7-Debakel in der Champions League gegen Barcelona zunächst nicht im Kader und wurde erst in der 54. Minute eingewechselt. Experten bezweifeln, dass der Ex-Schalker mehr als ein WM-Tourist sein wird. Bei Anton Stach (27, 2 Länderspiele) war man bei der Nominierung versucht zu sagen: „Ach, den gibt’s ja auch noch!“ Er spielte mit Leeds 0:0 gegen Brentford, doch eine WM-Rolle scheint unwahrscheinlich.

Ebenfalls bei Brentford auf dem Platz: Kevin Schade (24). Mit sieben Toren in der aktuellen Saison könnte er bei der WM eine positive Überraschung werden. Kai Havertz (26) verlor das League-Cup-Finale mit seinem Team 0:2 gegen Manchester City. Er ist nur dann gesetzt, wenn er endlich vollkommen fit ist – in dieser Premier-League-Saison absolvierte er bisher nur sechs Spiele ohne Torerfolg.

Erfahrene Spieler unter besonderer Beobachtung

Leroy Sané (30) hatte mit Galatasaray spielfrei. In der Champions League saß er bei vier Halbzeiten gegen Liverpool dreimal auf der Bank. Seine Karriere ist von steter Hoffnung geprägt, doch zu oft enttäuscht er die Erwartungen. Viele Experten hätten ihn nicht nominiert. Antonio Rüdiger (33) gewann mit Real Madrid das Derby gegen Atlético Madrid 3:2. Nach zahlreichen Skandalen in der Vergangenheit dürfte er eigentlich gar nicht zur WM fahren. Jetzt muss er liefern und zeigen, dass er sich sowohl sportlich als auch disziplinarisch benehmen kann.

Große Fragezeichen vor der Weltmeisterschaft

Die Bilanz der Legionäre am vergangenen Wochenende zeigt deutlich: Es gibt mehr Schatten als Licht. Während einige Spieler wie Florian Wirtz trotz durchwachsener Leistungen als Hoffnungsträger gelten, stehen bei anderen wie Nick Woltemade oder Malick Thiaw große Fragezeichen hinter ihrer Nominierung. Die anstehenden Länderspiele gegen die Schweiz und Ghana werden erste wichtige Tests sein, um zu sehen, ob Nagelsmann mit seiner Legionärs-Strategie Erfolg haben kann. Die WM 2026 rückt näher, und die Zeit für überzeugende Leistungen wird knapp.

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