Chelseas Neto entgeht nach Schubser gegen Balljungen einer Sperre in der Champions League
Der portugiesische Flügelstürmer Pedro Neto vom FC Chelsea wird im entscheidenden Achtelfinal-Rückspiel der Champions League antreten, obwohl er in einem Vorfall einen Balljungen geschubst hatte. Die UEFA hat nach ihren Ermittlungen auf eine Spielsperre verzichtet und lediglich eine Verwarnung ausgesprochen.
Vorfall im Hinspiel gegen Paris Saint-Germain
Der Zwischenfall ereignete sich in der Nachspielzeit des Hinspiels bei Titelverteidiger Paris Saint-Germain, das Chelsea mit 2:5 verlor. Neto, der den Ball schnell für einen Einwurf haben wollte, rempelte einen Balljungen so stark an, dass dieser über seinen Stuhl zu Boden fiel. Die UEFA stellte in ihrer Untersuchung fest, dass sich Neto gemäß Artikel 15 wegen unsportlichen Verhaltens schuldig gemacht habe.
Entschuldigungen und Wiedergutmachung
Im Anschluss an den Vorfall entschuldigte sich Neto laut eigenen Angaben ungefähr 35-mal. In einem Interview mit TNT Sports erklärte er: "Wir lagen zurück, und in der Hitze des Gefechts wollte ich den Ball schnell haben und habe ihn ein wenig geschubst." Als Zeichen der Wiedergutmachung schenkte Neto dem Balljungen sein Trikot, was möglicherweise zur Milde der UEFA beigetragen hat.
UEFA-Entscheidung und Auswirkungen
Die UEFA entschied sich gegen eine Sperre, sodass Neto im Rückspiel am Dienstag um 21:00 Uhr an der Stamford Bridge spielen kann. Diese Entscheidung bedeutet, dass Chelsea mit seinem Flügelstürmer in voller Stärke antreten wird, um das Ticket für das Viertelfinale zu sichern. Die Verwarnung in Netos Disziplinarakte bleibt jedoch bestehen und könnte bei zukünftigen Vergehen berücksichtigt werden.
Dieser Fall unterstreicht die oft schwierige Balance zwischen sportlichem Ehrgeiz und fairem Verhalten im Profifußball. Während Netos Aktionen in der Hitze des Moments verständlich sein mögen, zeigt die Reaktion der UEFA, dass unsportliches Verhalten nicht toleriert wird, auch wenn in diesem Fall Milde gewährt wurde.



