Felix Neureuther blickt auf lebensbedrohlichen Autounfall zurück
Es gibt Ereignisse, die sich tief ins Gedächtnis einbrennen und das Leben nachhaltig verändern. Der ehemalige Skirennläufer Felix Neureuther (41) hat ein solches Erlebnis im Jahr 2014 durchgemacht, als er gemeinsam mit seiner damaligen Lebensgefährtin und heutigen Ehefrau Miriam Neureuther (35) in einen schweren Autounfall verwickelt war. In einer neuen Folge des Podcasts "Pizza & Pommes" spricht der Familienvater nun offen über diese traumatische Erfahrung und betont dabei seine tiefe Dankbarkeit für das "Riesenglück", das beide damals hatte.
Der Weg zum Flughafen wird zur Gefahrenzone
Die Fahrt sollte eigentlich Routine sein: In den frühen Morgenstunden machten sich Felix und Miriam Neureuther auf den Weg zum Münchner Flughafen, von wo aus der Skisportler zu den Olympischen Winterspielen in Sotschi reisen wollte. "Ich war in bombastischer Verfassung", erinnert sich Neureuther an seine sportliche Kondition kurz vor dem Wettkampf. Doch die Straßenverhältnisse entwickelten sich zur tödlichen Falle. Plötzliches Blitzeis ließ das Fahrzeug außer Kontrolle geraten. "Und dann bin ich da in die Leitplanke reingedonnert", beschreibt der 41-Jährige den Moment des Aufpralls.
Eine Nahtoderfahrung mit Folgen
Der Aufprall war so heftig, dass das Paar "einmal komplett in die Leitplanke eingeschlagen" ist. Rückblickend erweist sich dieser Zusammenstoß jedoch als lebensrettend. Felix Neureuther erklärt: "Auf der rechten Seite der Straße gab es keine Leitplanke – da war nur Wald." Wären sie nicht in die Leitplanke geraten, hätte der Wagen ungebremst in den Wald stürzen können. "Dann wäre es vorbei gewesen", stellt der Vater von vier Kindern nüchtern fest. Diese Erkenntnis lässt ihn bis heute demütig zurückblicken: "War sehr knapp, muss ich sagen, Riesen-, Riesenglück gehabt!"
Sportliche Karriere auf dem Prüfstand
Für die olympischen Ambitionen des Skistars bedeutete der Unfall das abrupte Ende. "Olympia war dadurch natürlich adé", resümiert Neureuther. Die Verletzungen waren schwerwiegend: gebrochene Rippen und ein schweres Schleudertrauma zwangen ihn zur Pause. Doch im Rückblick relativiert der Sportler diese sportlichen Konsequenzen: "Das war in dem Moment nicht das Wichtigste." Viel entscheidender war die Tatsache, dass er und Miriam den Unfall weitgehend unversehrt überstanden hatten.
Leben nach dem Trauma
Heute, zwölf Jahre nach dem einschneidenden Erlebnis, führen Felix und Miriam Neureuther in ihrer Heimat Garmisch-Partenkirchen ein erfülltes Familienleben. Im Eigenheim ziehen sie gemeinsam ihre vier Kinder groß. Die Erinnerungen an den Unfall kommen gelegentlich hoch, besonders wenn der ehemalige Skirennläufer öffentlich über seine Erfahrungen spricht. Doch statt Bitternis über die verpasste Olympiateilnahme überwiegt die Dankbarkeit für das gemeinsame Überleben. "Das war schon eine heftige Erfahrung, muss ich sagen. Aber zum Glück alles gut gegangen", fasst Neureuther zusammen und unterstreicht damit die positive Wendung, die das Paar aus der lebensbedrohlichen Situation gezogen hat.



