Teilnehmerrekord bei der Mecklenburger Seenrunde: Übernachtungsplätze werden knapp
In der Mecklenburgischen Seenplatte steht ein neuer Teilnehmerrekord bevor: Mehr als 4750 Radfahrer haben sich für die zwölfte Auflage der Mecklenburger Seenrunde (MSR) angemeldet. Das beliebte Jedermann-Radrennen, das Ende Mai stattfindet, verzeichnet damit die höchste Teilnehmerzahl seit seiner Gründung im Jahr 2014. Doch der Erfolg bringt auch Probleme mit sich, insbesondere bei der Unterbringung der zahlreichen Starter.
Qualität vor Quantität: Anmeldegrenze erreicht
Initiator Detlef Koepke und sein Organisationsteam mussten bereits etlichen Interessenten absagen, da die Kapazitätsgrenze erreicht ist. „Wir wollen die Qualität der MSR halten, was leider auch heißt, dass wir die Quantität beschränken müssen“, erklärt Koepke. Die personellen und räumlichen Kapazitäten an den Depots entlang der 300-Kilometer-Strecke seien nicht beliebig erweiterbar. Auf der 100 Kilometer langen Frauen-Runde gibt es mit aktuell 850 Teilnehmerinnen noch etwas Luft, doch auch hier ist ein Limit von maximal 1000 Starterinnen vorgesehen.
Exklusive Frauen-Runde bleibt erhalten
Die 100-Kilometer-Runde bleibt weiterhin exklusiv für Frauen reserviert. „Wir wissen von vielen Frauen, dass sie ihren eigenen ‚Safe Space‛ mit dieser Frauen-MSR-100 schätzen“, betont Koepke. Auch wenn gelegentlich Männer anfragen, um ihre Partnerinnen zu unterstützen oder weil sie sich die große Strecke nicht zutrauen, bleiben die Veranstalter bei dieser Regelung. Im Rahmenprogramm gibt es zudem noch einige Plätze bei der Mini-MSR im Neubrandenburger Kulturpark.
Unterkunftssuche wird zur Herausforderung
Das größte Problem in den Wochen vor dem Startschuss ist die Suche nach Übernachtungsmöglichkeiten. Hotels und Campingplätze sind bereits ausgebucht, und das Organisationsteam ist intensiv mit der Akquise von Schlafplätzen beschäftigt. „Es gibt aber auch jetzt, acht Wochen vor der MSR, immer noch Starter, die eine Unterkunft suchen“, macht Koepke deutlich. Die Organisatoren hoffen auf weitere private Gastgeber aus Neubrandenburg und Umgebung, die Couch, Gästebett, Apartment oder andere Unterkünfte bereitstellen können.
Stadt unterstützt, aber Pop-up-Camping nicht möglich
Die Stadt Neubrandenburg unterstützt die Veranstaltung erneut durch die Bereitstellung der Webasto-Arena für Übernachtungszwecke. Erstmals kann in diesem Jahr auch ein Reitplatz von Campern genutzt werden. Auf temporäre Pop-up-Campingplätze sieht die Stadt jedoch keine Möglichkeit. Rathaussprecherin Anja Seugling erklärt: „Die Ausweisung temporärer Pop-up-Campingflächen setzt geeignete Rahmenbedingungen voraus, insbesondere hinsichtlich Erschließung, Sicherheit und Brandschutz.“ Auch für dauerhafte Campingplätze im Stadtgebiet seien bisher keine geeigneten Flächen gefunden worden.
Leicht geänderte Streckenführung
In diesem Jahr muss die Streckenführung aufgrund von Bauarbeiten in Burg Stargard und im Abschnitt zwischen Röbel und Nossentiner Hütte leicht angepasst werden. Alles sei jedoch mit den Behörden und Helfern abgesprochen, versichert Koepke. Der Fokus der Veranstaltung liegt weiterhin darauf, dass alle Teilnehmer gut durch- und ankommen, nicht auf Rekordjagden. Nach einer coronabedingten Pause freut sich das Team nun auf die zwölfte Auflage dieses besonderen Radsportereignisses in der Mecklenburgischen Seenplatte.



