Bundesliga-Rekordhalter: Werder-Verteidiger Niklas Stark ist Elfmeter-König
Während seine Teamkollegen am Mittwoch die Vorbereitung auf das Heimspiel gegen Mainz starteten, absolvierte Innenverteidiger Niklas Stark ein spezielles Training in den Katakomben des Weserstadions. Die anhaltenden Hüftprobleme zwingen den 30-jährigen Routinier dazu, zwischen den Spielen kürzer zu treten – doch auf dem Platz schont der Werder-Profi weder sich selbst noch seine Gegenspieler.
Neun Strafstöße in 281 Bundesliga-Einsätzen
Das jüngste Foul von Niklas Stark gegen Unions Ilyas Ansah führte nicht nur zum Elfmeter für die Berliner, den Ex-Bremer Derrick Köhn zum 1:0 für die Gastgeber verwandelte. Es war der insgesamt neunte Strafstoß in der Bundesliga, den Stark in seinen 281 Einsätzen verursacht hat. Damit führt der Werder-Verteidiger die aktuelle Statistik an – kein anderer aktiver Spieler hat mehr Elfmeter auf dem Gewissen.
Werder-Manager Clemens Fritz äußerte sich gegenüber BILD über seinen Spieler: „Starki ist charakterlich top. Er beißt für uns auf die Zähne, obwohl er sich eigentlich schonen müsste, und ist ein Verteidiger mit hoher Aggressivität am Mann. Ich bin froh, dass er sich so für uns reinhaut.“
Interessante Verteilung der verursachten Elfmeter
Die Statistik zeigt eine interessante Verteilung: Drei der neun Elfmeter verursachte Stark während seiner Zeit bei Werder Bremen, fünf bei Hertha BSC und einen als Jung-Profi im Nürnberg-Trikot. Bemerkenswert ist dabei, dass es sich ausschließlich um Fouls handelte – nie um Handspiele. Den aktuellen Spitzenwert teilt sich Stark übrigens mit Dayot Upamecano vom FC Bayern und Kevin Akpoguma von der TSG Hoffenheim.
Beim Blick auf die historische Statistik seit Beginn der Datenerfassung im Jahr 1992 führt ein früherer deutscher Nationalspieler die Liste an: Jens Nowotny (Karlsruher SC, Bayer Leverkusen) verursachte insgesamt 13 Elfmeter. Damit liegt Stark noch vier Vergehen im Strafraum von diesem Rekord entfernt.
Training mit Nachwuchsspielern
Beim Training am Mittwochvormittag absolvierten neben Stark und Mittelfeldspieler Senne Lynen auch zwei Spieler der U23-Mannschaft einen Schnupperkurs beim Profiteam. Innenverteidiger Mats Heitmann, der bei Union Berlin erstmals im Kader stand, und Rechtsaußen Paul Erevbenagie von der Regionalliga Nord bekamen so die Möglichkeit, sich bei den Profis zu präsentieren.
Die Kombination aus Erfahrung und jugendlichem Elan könnte für Werder Bremen in der laufenden Saison entscheidend sein – besonders wenn es darum geht, die Defensive zu stabilisieren und ungewollte Strafstöße zu vermeiden.



