Lena Oberdorf: Positive Reha-Bilanz nach zweitem Kreuzbandriss
Rund viereinhalb Monate nach ihrem zweiten Kreuzbandriss meldet sich die Nationalspielerin des FC Bayern München, Lena Oberdorf, ausführlich zu Wort und zieht eine positive Zwischenbilanz ihrer Rehabilitation. Die 24-jährige Mittelfeldspielerin erlitt die erneute Ruptur des Kreuzbandes im rechten Knie im Oktober 2025 und wurde anschließend operiert.
Reha verläuft planmäßig mit guten Fortschritten
Oberdorf betonte auf der Vereinshomepage des FC Bayern, dass die Rehabilitation nach Plan verläuft. "Alles läuft nach Plan, wir machen gute Fortschritte in der Reha", erklärte die Fußballerin. Sie räumte ein, dass das Knie gelegentlich noch reagiere, was jedoch völlig normal sei. Das Gelenk sei durch die erneute Verletzung etwas sensibler geworden, weshalb manche Schritte kleinteiliger angegangen werden müssten.
Mentaler Vorteil beim zweiten Comeback
Interessanterweise berichtete Oberdorf, dass ihr die mentale Bewältigung beim zweiten Kreuzbandriss leichter falle als beim ersten. "Mental fällt es mir leichter, die ersten Schritte wieder zu machen, verglichen zum ersten Kreuzbandriss", so die Nationalspielerin. Die erste Hürde zu überwinden, bereite ihr keine Blockaden mehr. Ihr erstes Comeback hatte nur 50 Tage gedauert, bevor die erneute Verletzung einen Neustart erforderte.
Balance zwischen Reha und Alltagsleben
Für Oberdorf bedeutet Erfolg derzeit nicht nur sportliche Fortschritte, sondern auch die Fähigkeit, das Leben neben der Rehabilitation zu genießen. "Erfolg bedeute derzeit für mich gerade auch, das Leben neben der Reha zu genießen und nicht zu verkopft an das Ganze heranzugehen", erklärte sie. Die zweite Ruptur sei durch einen Kontakt entstanden, bei dem man einfach Pech haben könne.
Die Fußballerin betonte, dass sie nicht übervorsichtig sein wolle, weder im Sport noch im Alltag. Sie gehe beispielsweise regelmäßig mit ihrem Hund im Wald spazieren, was problemlos möglich sei. Beim ersten Kreuzbandriss hätte sie sich darüber noch mehr Gedanken gemacht.
Geduld als Schlüssel zum Erfolg
Oberdorf gestand, dass die Rehabilitation nicht immer einfach sei, da sie als Mensch gerne messbare Fortschritte sehe. Das Erhöhen von Gewichten am Beinstrecker sei leicht zu quantifizieren. Manchmal müsse man jedoch verstehen, dass das Gelenk einfach noch Zeit benötige. "Manchmal muss man aber verstehen, dass das Gelenk einfach noch Zeit braucht", so die realistische Einschätzung der Spielerin.
Insgesamt zeigt sich Lena Oberdorf zuversichtlich über ihren Genesungsprozess und blickt optimistisch auf ihre Rückkehr in den Profifußball. Ihre Erfahrungen mit zwei Kreuzbandrissen haben sie sowohl physisch als auch mental gestärkt und sie zu einer reflektierteren Herangehensweise an ihre Karriere geführt.



