Ost-Duell mit explosiver Vorgeschichte: Pyro, Platzsturm und Prügeleien überschatten Fußball
Wenn der Hallesche FC am Sonntag um 14 Uhr zur BSG Chemie Leipzig in den Alfred-Kunze-Sportpark reist, herrscht nicht nur sportliche Spannung, sondern auch die Sorge vor erneuten Ausschreitungen. Das Hinspiel Mitte September, das mit einem 0:0 endete, geriet durch massive Krawalle in den Hintergrund. Die Erinnerungen an Pyro, das in die Fanblöcke geschleudert wurde, an Chaoten, die den Platz stürmten, und an widerliche Prügelszenen sind noch frisch.
Spieler im Fokus: Von Sperren und Comebacks
Auch auf dem Rasen war die Atmosphäre aufgeheizt. Halles Fabrice Hartmann foulte Leipzigs Tim Bunge mit einem heftigen Schultercheck und erhielt dafür zwei Spiele Sperre sowie eine Geldstrafe von 750 Euro. „Ich habe meine Strafe bekommen und damit abgeschlossen“, erklärt Hartmann nun. Im Hinspiel fehlte er verletzt, verlor aber nach dem Spiel in Zivil auf dem Feld die Nerven. Jetzt ist der Angreifer zurück: Nach nur acht Einsätzen aufgrund von Verletzungen traf er zuletzt gegen Greifswald zum 2:0. „Endlich wieder getroffen zu haben, tat sehr gut“, sagt er. Sein Ziel für Sonntag ist klar: Drei Punkte für Halle.
Hoffnung auf friedlichen Sport nach turbulentem Jahr
Halle zeigt in dieser Saison positive Tendenzen mit zwei Siegen ohne Gegentor. Doch die Schatten der Vergangenheit lasten schwer. Beim Hinspiel musste sich sogar Leipzigs Spieler Philipp Wendt gegen angreifende HFC-Chaoten wehren. Die Devise aller Beteiligten lautet nun: Nach vorn schauen und kein unnötiges Öl ins Feuer gießen. Die Frage bleibt, ob das Ost-Duell diesmal ohne Eskalation bleibt. Ein schweres Spiel steht bevor, aber die Hoffnung auf friedlichen Fußball überwiegt.



