RB Leipzigs Assan Ouédraogo verzichtet für Champions-League-Kampf auf U21-Länderspiele
Ouédraogo verzichtet für Champions League auf U21-Länderspiele

Vorsicht vor Vollgas: Ouédraogo priorisiert Leipzigs Champions-League-Kampf

Assan Ouédraogo, das 19-jährige Mittelfeldtalent von RB Leipzig, hat eine klare Priorität gesetzt: Statt für die deutsche U21-Nationalmannschaft in den EM-Qualifikationsspielen gegen Nordirland und Griechenland anzutreten, konzentriert er sich vollständig auf sein Comeback bei den Sachsen. Hinter dieser Entscheidung steht eine durchdachte Strategie, um fit für den entscheidenden Bundesliga-Endspurt zu sein.

Verletzungsgeschichte erfordert besondere Vorsicht

Der U17-Weltmeister hatte sich Ende November eine Sehnenverletzung im linken Knie zugezogen, die ihn monatelang außer Gefecht setzte. Zwar feierte er bereits Mitte Januar ein 60-Minuten-Comeback gegen Freiburg, doch kurz darauf folgte ein Rückschlag, der weitere zwei Monate Pause erforderte. Seit über zwei Wochen trainiert Ouédraogo zwar wieder komplett mit der Mannschaft, doch die Erinnerung an den gescheiterten Comeback-Versuch ist präsent.

„Eine absolute Vernunftentscheidung“, wie es aus Leipzig heißt. Gemeinsam mit den Vereinsverantwortlichen bat der Spieler U21-Trainer Antonio Di Salvo, ihn für die aktuellen Länderspiele nicht zu berücksichtigen. Das Ziel ist eindeutig: Ein erneuter Rückschlag soll um jeden Preis vermieden werden.

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Champions-League-Qualifikation als oberstes Ziel

Im Ligaendspurt um die begehrten Champions-League-Plätze ist Ouédraogo für RB Leipzig von enormer Bedeutung. Trainer Ole Werner bestätigte bereits vor dem Spiel gegen Hoffenheim: „Er macht einen sehr guten Eindruck und wird nach der Länderspielpause wieder zur Verfügung stehen.“ Das nächste Bundesliga-Spiel in Bremen am 4. April soll den Beginn seines echten Comebacks auf dem Rasen markieren.

Interessanterweise könnte der Verzicht auf die U21-Einsätze langfristig sogar den Weg zur WM ebnen. Sollte Ouédraogo bei Leipzig wieder Stammspieler werden, wäre auch eine Rückkehr in die A-Nationalmannschaft nicht ausgeschlossen. Nach seinem Debüt im November, bei dem er direkt als Joker traf, steht der junge Spieler bei Bundestrainer Julian Nagelsmann hoch im Kurs.

Mini-Comeback als Video-Praktikant

Zuletzt gab Ouédraogo gegen Hoffenheim (5:0) in ungewöhnlicher Rolle ein Mini-Comeback: Als „Video-Praktikant“ interviewte er Leipzig-Kollege Benjamin Henrichs. Diese Szene zeigte nicht nur seine Medienaffinität, sondern auch seinen ungebrochenen Teamgeist während der Verletzungspause.

Die Entscheidung für Vorsicht statt Vollgas zeigt die Reife des jungen Spielers und die professionelle Herangehensweise aller Beteiligten. In Leipzig hofft man nun, dass der talentierte Mittelfeldspieler rechtzeitig zum entscheidenden Saisonfinale wieder in alter Stärke auflaufen kann.

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