Pavlovics Emotionsausbruch: Kimmich rettet Bayern-Talent vor Platzverweis
Pavlovics Wutausbruch: Kimmich rettet Bayern-Talent

Emotionale Eskalation bei Bayern: Pavlovics Wutausbruch und Kimmichs rettende Intervention

Im hochintensiven DFB-Pokal-Viertelfinale zwischen dem FC Bayern München und RB Leipzig kam es zu einer denkwürdigen Szene, die die Emotionen des Fußballs in Reinform zeigte. Als der eingewechselte Jamal Musiala von RB-Leipzig-Spieler Nicolas Seiwald unsanft umgeschubst wurde, platzte dem sonst so besonnen wirkenden Aleksandar Pavlovic der Kragen.

Der Funke, der das Pulverfass entzündete

In der 69. Spielminute eskalierte die Situation völlig unerwartet. Nach dem übertriebenen Foul an Musiala bildete sich sofort ein Rudel von Spielern beider Mannschaften. Pavlovic, der die Aktion aus nächster Nähe beobachtet hatte, sah sprichwörtlich rot. "Da wurde ich ein bisschen aggressiv", gestand der 21-jährige Mittelfeldspieler später gegenüber Journalisten. Der gebürtige Münchner knöpfte sich den Übeltäter Seiwald vor, was wiederum RB-Spieler Romulo Cardoso zur Gegenwehr provozierte.

Plötzlich lag eine dicke Testosteron-Wolke über dem Spielfeld. Pavlovic, der von Sportvorstand Max Eberl einmal als "Maschine, die läuft, die tut, die macht" bezeichnet wurde, zeigte eine völlig andere Seite seiner Persönlichkeit. Die Erklärung des Youngsters folgte prompt: "Jamal wurde unnötig und ungerecht geschubst und dann wurde ich ein bisschen sauer."

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Kimmichs rettender Griff und klare Worte

In diesem kritischen Moment griff Vize-Kapitän Joshua Kimmich ein. Der erfahrene Mittelfeldspieler zog seinen jungen Nebenmann auf der Sechser-Position energisch aus der brenzligen Situation heraus. Mit festem Griff und lautstarken Worten schüttelte er Pavlovic buchstäblich durch. "Sei clever!", habe Kimmich ihn angeschrien, so die Schilderung des Betroffenen.

Diese Intervention erwies sich als entscheidend, denn Pavlovic hatte bereits in der ersten Halbzeit eine Gelbe Karte für ein hartes Einsteigen gegen Leipzigs Flügelstürmer Yan Diomande gesehen. Eine zweite Gelbe und damit die Gelb-Rote Karte hätte nicht nur das sofortige Ausscheiden bedeutet, sondern auch eine Sperre für das mögliche Halbfinale nach sich gezogen. Kimmich bewahrte seinen Teamkollegen somit vor schwerwiegenden Konsequenzen.

Der besondere Schutzstatus von "Bambi" Musiala

Interessant ist die Frage, ob die Heftigkeit von Pavlovics Reaktion damit zusammenhing, dass nicht irgendein Spieler gefoult worden war, sondern ausgerechnet Jamal Musiala. Der Spielmacher hatte sich im Juli des Vorjahres bei der Klub-Weltmeisterschaft in den USA so schwer verletzt, dass er monatelang pausieren und eine anstrengende Rehabilitation durchlaufen musste.

Nationalspieler Jonathan Tah brachte die besondere Stellung Musialas im Team kürzlich auf den Punkt, als er ihn als "einfach unser Bambi" bezeichnete. Dieses "Bambi" genießt im Bayern-Kader offenbar einen besonderen Schutzstatus. Pavlovic betonte zwar, dass er "für jeden von uns so reingehen" würde, räumte aber ein: "In der Situation war es Jamal."

Trainerkommentar und Selbstreflexion

Bayern-Trainer Vincent Kompany, der seinen Spielern stets Ruhe und Cleverness predigt, musste die emotionale Entgleisung seines Schützlings zur Kenntnis nehmen. Pavlovic selbst zeigte sich nach dem Spiel einsichtig: "Das darf mir so nicht passieren, das gebe ich ehrlich zu. Aber Emotionen gehören einfach zum Fußball dazu."

Ironischerweise hatte Kompany den Youngster in der 80. Minute ausgewechselt – einerseits wegen der gelben Karte, andererseits weil Pavlovic von den neun Pflichtspielen der Bayern sämtliche von Beginn an bestritten hatte und eine Pause verdiente. Die emotionale Achterbahnfahrt des Abends wird dem talentierten Mittelfeldspieler jedoch noch lange in Erinnerung bleiben, ebenso wie die rettende Hand von Joshua Kimmich in einem Moment, in dem die Sicherungen endgültig durchbrannten.

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