Der FC Bayern Basketball wankt gegen Rasta Vechta, Trainer Svetislav Pešić erklärt den Krimi mit einer Müdigkeitsrechnung. Wie bereit ist der Meister für die Playoffs?
Svetislav Pešić (76) bemühte eine Müdigkeit-Wahrscheinlichkeitsrechnung, um zu erklären, warum der FC Bayern Basketball gegen den Tabellenachten Rasta Vechta beinahe gestolpert wäre. „Es fehlte definitiv auch etwas Kraft in den Beinen“, sagte der Trainer-Altmeister nach dem knappen 90:88 im drittletzten Bundesliga-Hauptrundenspiel und diktierte: „Ich bin jetzt 132 Tage hier, wir haben 45 Spiele gespielt – das heißt, alle 2,8 Tage ein Spiel; die Reisen rechnen wir gar nicht mit.“ Ergo: „Basketball wird auch mental gespielt, aber wenn dir die Beine nicht helfen, geht es nicht auf dem richtigen Level.“ Und gegen das kleine, aber couragierte Vechta aus Niedersachsen, das mit einer Serie von neun Siegen aus den letzten zehn Spielen nach München gekommen war, fehlte dem Spitzenreiter eben etwas Frische.
„Es wird sehr schwer mit diesen inzwischen sehr entwickelten BBL-Mannschaften“
„Vechta war ein starker Gegner. Sie haben in der ersten Halbzeit sehr viele Dreier getroffen und wir waren nach einer langen Woche etwas müde. Aber wir haben dann eine gute Energie dagegengesetzt“, befand Xavier Rathan-Mayes, mit 20 Punkten gemeinsam mit Andreas Obst der beste Bayern-Werfer, nach dem dritten Spiel sieben Tagen. Zwei weitere Partien folgen nun noch, am Donnerstag beim BBL-Siebten Ludwigsburg (18.30 Uhr) und am Sonntag gegen den Tabellenelften aus Oldenburg (16.30 Uhr/beide Dyn), dann darf der Titelverteidiger eine Woche Kraft tanken für die Playoffs ab 17. Mai. Dort, findet Pesic, „wird es sehr schwer mit diesen inzwischen sehr entwickelten BBL-Mannschaften.“ Besonders, wenn die Müdigkeit-Wahrscheinlichkeitsrechnung zum Einsatz kommt.



