Alexandra Popp: Eta als erste Bundesliga-Cheftrainerin soll Signalwirkung entfalten
Popp: Eta als erste Bundesliga-Cheftrainerin ist wichtiger Schritt

Historischer Schritt im deutschen Fußball: Eta wird erste Cheftrainerin der Männer-Bundesliga

Die Berufung von Marie-Louise Eta zur Cheftrainerin beim 1. FC Union Berlin markiert einen historischen Moment im deutschen Profifußball. Als erste Frau in dieser Position in der Geschichte der Männer-Bundesliga könnte sie eine wegweisende Signalwirkung entfalten. Diese Einschätzung teilt die ehemalige Nationalspielerin Alexandra Popp, die den Schritt ausdrücklich begrüßt.

Popp: "Ein ganz, ganz wichtiger Schritt für die Frauen"

Alexandra Popp, die 35-jährige frühere Kapitänin der deutschen Nationalmannschaft und aktuelle Spielerin des VfL Wolfsburg, zeigte sich bei Sport1 begeistert von der Entscheidung des Berliner Clubs. "Dieser Schritt ist ein ganz, ganz wichtiger für die Frauen", betonte Popp. "Man hat schon viele Jahre darüber gesprochen. Dass es jetzt endlich passiert ist, ist extrem cool. Ganz, ganz wichtig."

Die erfahrene Fußballerin hofft zudem, dass dieser Pionierakt nicht isoliert bleibt. "Ich hoffe, dass in den kommenden Jahren die eine oder andere noch nachzieht", sagte Popp mit Blick auf mögliche weitere Trainerinnen in der Männer-Bundesliga. Nach dem überraschenden Aus von Steffen Baumgart bei Union Berlin wird Eta bereits am kommenden Samstag bei der Partie gegen den VfL Wolfsburg (15.30 Uhr/Sky) als erste Cheftrainerin der Bundesliga-Geschichte an der Seitenlinie stehen.

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Persönliche Erfahrungen mit Eta aus gemeinsamer Spielzeit

Popp kennt die drei Monate jüngere Eta bereits aus ihrer gemeinsamen aktiven Zeit im Nachwuchsbereich. "Ich habe in der U15-Nationalmannschaft zusammen mit ihr gespielt", erinnerte sich die Wolfsburgerin. "Da weiß ich als Spielerin auch schon, über welche fußballerische Intelligenz sie verfügt."

Diese frühe Erfahrung lässt Popp zuversichtlich in die Zukunft der neuen Union-Trainerin blicken. Eta selbst kann auf eine beeindruckende Karriere als Spielerin zurückblicken:

  • Dreimalige deutsche Meisterin mit Turbine Potsdam
  • Gewinn der Champions League im Jahr 2010
  • Frühes Karriereende mit 26 Jahren aufgrund mehrerer Verletzungen

Etablierung als Trainerin bei Union Berlin

Bereits in den vergangenen Jahren hat sich Marie-Louise Eta bei Union Berlin als Trainerin etabliert. Von November 2023 bis Mai 2024 fungierte sie als erste Co-Trainerin in der Bundesliga und Champions League, nachdem sich der Verein von Erfolgstrainer Urs Fischer getrennt hatte. Zuletzt betreute sie bei Union die U19-Junioren, bevor sie nun den Sprung zur Cheftrainerin der Männer-Bundesligamannschaft schafft.

Im kommenden Sommer wird Eta zusätzlich die Position als Cheftrainerin der Bundesliga-Fußballerinnen der Berliner übernehmen. "Man sieht an ihren Erfolgen, dass sie es als Trainerin auch allen zeigen kann", resümierte Popp mit Blick auf die bisherige Laufbahn ihrer ehemaligen Mitspielerin.

Dieser historische Wechsel könnte tatsächlich den Beginn einer neuen Ära im deutschen Profifußball markieren, in der geschlechterübergreifende Kompetenz im Vordergrund steht und talentierte Trainerinnen gleiche Chancen erhalten wie ihre männlichen Kollegen.

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