Alexandra Popp wechselt zum BVB: Ein spektakulärer Coup für den Dortmunder Frauenfußball
Popp wechselt zum BVB: Spektakulärer Coup für Frauenfußball

Alexandra Popp wechselt zum BVB: Ein spektakulärer Coup für den Dortmunder Frauenfußball

Nach vierzehn erfolgreichen Jahren beim VfL Wolfsburg vollzieht Alexandra Popp einen bemerkenswerten Karriereschritt. Die ehemalige Kapitänin der deutschen Nationalmannschaft wechselt im Sommer zu Borussia Dortmund und damit von der Bundesliga in die dritte Liga. Bei ihrer offiziellen Vorstellung vor der legendären Südtribüne erlebte die Stürmerin direkt, welche emotionale Wucht dieser Transfer besitzt. Zehntausende Fans feierten die Neueinstand, während der BVB mit dieser Verpflichtung ein deutliches Zeichen für seine Ambitionen im Frauenfußball setzt.

Ein Ausrufezeichen für die BVB-Ambitionen

Mit der Verpflichtung von Alexandra Popp unterstreicht Borussia Dortmund seine ernsthaften Absichten im Frauenfußball. „Alex' Verpflichtung ist ein dickes Ausrufezeichen für unsere Ambitionen“, betonte BVB-Frauenfußball-Geschäftsführerin Svenja Schlenker in einer offiziellen Clubmitteilung. Der spektakuläre Transfer soll die Aufholjagd der Dortmunderinnen im nationalen Wettbewerb beschleunigen, wo die strukturellen und finanziellen Voraussetzungen für Spitzenfußball bereits vorhanden sind.

Die Erfolgsbilanz einer Fußball-Ikone

Alexandra Popp kehrt mit einer beeindruckenden Karrierebilanz in den Ruhrpott zurück, wo sie 2008 für den FCR Duisburg als 17-Jährige in der Bundesliga debütierte. Ihre Erfolgsstatistik umfasst zwei Titel in der Champions League, dreizehn DFB-Pokalsiege und sieben deutsche Meisterschaften. In 145 Länderspielen erzielte die dreimalige „Fußballerin des Jahres“ 67 Tore, gewann 2016 Olympiagold mit der DFB-Auswahl und acht Jahre später Bronze.

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Bundestrainer Christian Wück würdigte ihren Einfluss: „Ich habe mitbekommen, dass viele Mädchen wegen Alex das Fußballspielen angefangen haben.“ Die öffentlichkeitswirksame Spielerin habe stets das Wort ergriffen, um Standards zu verbessern und Veränderungen voranzutreiben, wie Ex-Nationaltorhüterin Almuth Schult in der Popp-Dokumentation „Ende Legende“ hervorhob.

Emotionale Verbindung zum BVB

Für die im nahegelegenen Witten geborene Stürmerin stellt der Wechsel zu Borussia Dortmund vor allem eine emotionale Entscheidung dar. „Mein Herz schlägt für diesen Verein“, erklärte Popp in einem Vereinsinterview. „Ich habe viele Verletzungen hinter mir und weiß nicht, wie schnell es vielleicht vorbei sein kann. Deshalb möchte ich die Chance nicht verpassen, im Trikot von Borussia Dortmund aufzulaufen.“

Die 35-jährige Fußball-Ikone soll beim BVB einen kulturellen Wandel begleiten, der lange keine Selbstverständlichkeit war. Erst seit der Saison 2021/2022 existiert ein BVB-Frauenteam, das damals in der Kreisliga startete und seither kontinuierlich aufgestiegen ist.

Herausforderungen in der Regionalliga West

Alexandra Popp hat sich bis zum 30. Juni 2029 an den BVB gebunden und verzichtet damit vorerst auf Champions-League-Nächte, Pokal-Endspiele vor großer Kulisse und deutsche Meisterschaften. In der Regionalliga West heißen die Gegner aktuell DJK Wacker Mecklenbeck oder Vorwärts Spoho Köln.

Das erklärte Ziel der BVB-Spielerinnen ist der Durchmarsch in die Bundesliga, doch derzeit führt die Reserve des 1. FC Köln die Tabelle an, während Dortmund auf Platz zwei steht. „Zweite Liga, Regionalliga – das ist nun mal ein großer Unterschied zur ersten Liga und auch zur Champions League“, räumte Popp ein, betonte aber ihre volle Einsatzbereitschaft: „Ich will keine Extrawurst, sondern bin voll und ganz dabei.“

Zukunftsaussichten mit Ralf Kellermann

Die langfristigen Perspektiven für den BVB-Frauenfußball erscheinen vielversprechend. Erst vor wenigen Tagen gab auch Ralf Kellermann seine Zukunft bei den Dortmunderinnen bekannt. Der 57-jährige Erfolgstrainer und -manager im Frauenfußball kommt ebenfalls im Sommer aus Wolfsburg und unterschrieb wie Popp einen Vertrag bis 2029 beim Revierclub.

Mit dieser Doppelverpflichtung setzt Borussia Dortmund ein starkes Signal an die Konkurrenz und demonstriert, dass der Frauenfußball im Ruhrgebiet eine neue Dimension erreicht hat. Die Kombination aus Popps Erfahrung und Kellermanns Expertise könnte den Aufstieg des BVB-Frauenteams entscheidend beschleunigen.

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