Alexandra Popp (35) erlebte am Donnerstagabend den wohl emotionalsten Moment ihrer Karriere. Im Pokalfinale gegen Bayern München verlor die Fußball-Legende mit dem VfL Wolfsburg mit 0:4 – ihre erste Niederlage in einem Pokalendspiel überhaupt. 13 Mal hatte sie zuvor den Pott gewonnen, nun musste sie sich geschlagen geben.
Tränen nach dem Abpfiff
Nach dem Schlusspfiff sank Popp zunächst zu Boden. Als sie sich wieder aufrichtete, liefen die Tränen unkontrolliert über ihr Gesicht. Teamkolleginnen und Betreuer eilten herbei, um sie zu trösten. ZDF-Kommentatorin Claudia Neumann (62) sagte einfühlsam: „Lass alles raus, Poppi.“ Es dauerte eine Weile, bis sich die 35-Jährige etwas fassen konnte.
Silbermedaille und Handkuss
Als Popp zur Siegerehrung auf das Podium stieg, wurde sie vom gesamten Stadion in Köln gefeiert. Ein zartes Lächeln zeigte sich auf ihrem Gesicht. Dem Pokal warf sie einen Handkuss zu, bevor sie in die Katakomben ging und sich dort mit dem Schiedsrichterinnengespann austauschte. Bei Sky sagte sie: „Ich habe mir das anders vorgestellt. Ich hatte die Hoffnung, dass wir Bayern irgendwie knacken können. Man muss ehrlich sein, die Bayern machen gerade einfach einen guten Job.“
Abschied vom Pokal
Weiter erklärte Popp: „Ich habe in den letzten Jahren immer wieder betont, dass der Pott mein Baby ist. Es wird schwer, in den letzten Jahren ins Finale zu kommen. Es kann sein, dass es mein Letztes war. Das ist gerade extrem schwierig für mich.“ Nach 14 Jahren in Wolfsburg, sieben Meistertiteln und elf Pokalsiegen (dazu zwei weiteren mit dem FCR Duisburg) wechselt Popp im Sommer zu Borussia Dortmund. Dort soll sie dem Regionalligisten helfen, sportlich aufzusteigen.
Rückkehr in die Heimat
Für die Angreiferin ist der Wechsel auch eine Rückkehr in ihre Heimat. Popp wuchs in Gevelsberg auf, einem Ort im Ruhrpott zwischen Dortmund und Wuppertal. „Ich habe eine Wohnung in meinem Heimatdorf. Es geht also wieder richtig nach Hause. Ich war lange Zeit weg, aber viele Freunde sind geblieben. Und auch meine Familie ist da. Das wird noch mal ein ganz anderes Leben“, verriet sie.



