Postecoglou beschreibt Entlassung bei Nottingham Forest als brutale Erfahrung
Der australische Fußballtrainer Ange Postecoglou hat sich in einem bewegenden Interview über seine abrupte und schmerzhafte Entlassung beim englischen Erstligisten Nottingham Forest geäußert. Nach nur acht Spielen an der Seitenlinie wurde der 60-Jährige im vergangenen Oktober von seinen Aufgaben entbunden, eine Entscheidung, die er selbst als äußerst hart und schonungslos beschreibt.
Nur 39 Tage im Amt enden mit sofortiger Freistellung
Die Amtszeit von Ange Postecoglou bei Nottingham Forest war von kurzer Dauer und endete nach lediglich 39 Tagen im Traineramt. Der entscheidende Moment kam unmittelbar nach einer 0:3-Heimniederlage gegen den FC Chelsea, als die Vereinsführung die sofortige Trennung bekannt gab. Postecoglou räumt im Nachhinein ein, dass der Wechsel zu dem englischen Klub möglicherweise ein Fehler gewesen sein könnte.
„Ich wurde buchstäblich direkt nach dem Spiel gefeuert“, erklärte der erfahrene Coach im Gespräch mit dem australischen Radiosender SEN 116. „Ich habe die Geschichte noch nie erzählt, aber es war brutal, Mann.“ Der Trainer betonte, dass er bereits vor der offiziellen Bekanntgabe von seiner bevorstehenden Entlassung wusste, da die Medien darüber berichteten, noch bevor er selbst eine Pressekonferenz abhalten konnte.
Emotionale Momente nach der Trennung
Postecoglou schilderte die unmittelbaren Folgen seiner Entlassung in eindringlichen Worten. „Ich wollte einfach nur weg“, gestand er und beschrieb, wie er das Stadion so schnell wie möglich verlassen wollte. Aufgrund des erhöhten Verkehrsaufkommens musste er jedoch eine Weile warten, bis die Sicherheitsleute ihm die Abreise erlaubten.
Als er schließlich mit seinem Auto im Stau an einer Ampel stand, wurde er von beiden Fanlagern beschimpft. „Chelsea-Fans beschimpften mich, und die Forest-Fans waren auch nicht viel freundlicher“, erinnerte sich der Australier. In dieser emotional aufgeladenen Situation näherten sich ihm sogar kleine Kinder, die um ein Foto baten. „Was soll man da machen? Ich will sie nicht enttäuschen“, sagte Postecoglou, der der Bitte der Kinder nachkam, bevor er endgültig abreiste und das Kapitel Nottingham Forest abschloss.
Der Trainer vermutete zu diesem Zeitpunkt bereits, dass nicht nur er, sondern wahrscheinlich auch seine Co-Trainer von der Freistellung betroffen sein würden. Diese Erfahrung hat ihn nachhaltig geprägt und zeigt die oft gnadenlose Realität im Profifußball, wo Erfolgsdruck und kurze Amtszeiten an der Tagesordnung sind.



