Internationaler Pressejubel für Atalanta Bergamos historisches Comeback
Nach dem spektakulären 4:1-Sieg von Atalanta Bergamo gegen Borussia Dortmund in der Champions League überschlägt sich die internationale Presse mit Superlativen. Während die Dortmunder Mannschaft nach dem frühen Aus mit Enttäuschung reagiert, feiern Medien weltweit die italienische Sensation.
Dortmunds Kapitän mit deutlichen Worten nach dem Desaster
Dortmunds Kapitän Emre Can (32) zeigte sich nach der Niederlage in Bergamo fassungslos: „Am Ende sind wir sehr, sehr unglücklich, aber verdient nicht weitergekommen.“ Der Mittelfeldspieler fügte kritisch hinzu: „Es waren schon Kacktore. Ich weiß nicht, welche Worte ich sonst dafür finden soll. Vier Gegentore darf man nicht kassieren, das darf nicht passieren.“ Diese deutlichen Worte unterstreichen die Enttäuschung der Borussia nach dem frühen Champions-League-Aus.
Italienische Medien im Ausnahmezustand
Die italienische Presse reagierte mit Begeisterung auf das unerwartete Comeback ihrer Mannschaft:
- Corriere della Sera: „Traum-Comeback“
- Corriere dello Sport: „Atalanta dreht gegen Dortmund durch. Eine Meisterleistung war nötig, und genau das gelang Atalanta“
- La Repubblica: „Fantastisches Atalanta“
- Gazzetta dello Sport: „Wunder gegen Dortmund“
Die Begeisterung ist besonders verständlich, da Dortmund das Hinspiel mit 2:0 gewonnen hatte und damit als klarer Favorit für das Achtelfinale galt. Nach 75 Minuten Spielzeit stand es 3:1, was eine Verlängerung wahrscheinlich machte, doch dann kam die dramatische Wendung.
Dramatische Schlussminuten mit drei Roten Karten
In der Nachspielzeit eskalierte die Partie vollends: In der 97. Minute sahen Dortmunds Ramy Bensebaini und Nico Schlotterbeck die Rote Karte, gefolgt von Atalantas Giorgio Scalvini in der 98. Minute. Den entscheidenden Treffer erzielte Lazar Samardžić per Elfmeter in der 98. Minute zum 4:1-Endstand und schickte Bergamo damit in die nächste Runde.
Besonders dramatisch war ein Foul von Bensebaini an Atalantas Stürmer Nikola Krstović, bei dem dieser mit der Hacke am Kopf getroffen wurde und blutete. Dieser Vorfall prägte die Schlussphase des emotional aufgeladenen Spiels.
Internationale Reaktionen auf das Fußballdrama
Auch außerhalb Italiens sorgte das Spiel für Schlagzeilen:
Spanische Medien betonten den heldenhaften Charakter des Comebacks. Marca schrieb von einer „heldenhaften Aufholjagd gegen ein strauchelndes Dortmunder Team“, während Mundo Deportivo das „nervenaufreibende Finish“ mit dem entscheidenden Elfmetertor in der 98. Minute hervorhob.
Englische Zeitungen fokussierten sich auf die dramatischen Szenen der Schlussphase. Die BBC bezeichnete Atalanta als „etwas unerwartete Retter des italienischen Fußballs“ in der Champions League. Die Daily Mail beschrieb detailliert, wie „ein brutales hohes Tackling zu drei Roten Karten und einem blutüberströmten Spieler“ führte. The Sun sprach von „atemberaubenden Szenen“ während der unglaublichen Aufholjagd der italienischen Mannschaft.
Historische Bedeutung des Sieges
Dieser Sieg hat für Atalanta Bergamo historische Dimensionen. Nicht nur überwand die Mannschaft eine 2:0-Hinspielniederlage, sondern bewies auch enormen Kampfgeist in den entscheidenden Momenten. Die drei Roten Karten in den Schlussminuten unterstreichen die emotionale Intensität dieser Begegnung, die als eines der dramatischsten Champions-League-Spiele der Saison in Erinnerung bleiben wird.
Während Borussia Dortmund die Fehleranalyse beginnt und über das verpasste Achtelfinale nachdenkt, kann Atalanta Bergamo den verdienten Lorbeer ernten. Die internationale Presse ist sich einig: Dies war eine fußballerische Meisterleistung, die den Namen „Wunder“ und „fantastisch“ wirklich verdient.



