Nach Vinícius-Skandal: Prestianni weist Rassismus-Vorwurf vehement zurück
Prestianni weist Rassismus-Vorwurf zurück

Prestianni kontert Rassismus-Vorwurf nach Champions-League-Eklat

Der Wirbel um Gianluca Prestianni und Vinícius Junior nimmt keine Ende. Nach den aufsehenerregenden Champions-League-Playoffs zwischen Benfica Lissabon und Real Madrid, die am 17. Februar im Estadio da Luz wegen eines Rassismus-Vorwurfs rund zehn Minuten unterbrochen wurden, hat sich der argentinische Offensivspieler nun erneut zu den schwerwiegenden Anschuldigungen geäußert.

Vorwürfe und Gegenwehr im Detail

Vinícius Junior hatte Prestianni vorgeworfen, ihn nach dem 0:1 rassistisch beleidigt zu haben. Mehrere Medien berichteten übereinstimmend, der brasilianische Stürmer habe den Begriff „Affe“ beanstandet, was später auch der französische Superstar Kylian Mbappé öffentlich bestätigte. Die UEFA leitete umgehend Ermittlungen in dieser heiklen Angelegenheit ein.

Prestianni bestreitet die Vorwürfe jedoch auf das Entschiedenste. In einem ausführlichen Interview mit Intuiciones en primera persona erklärte der 19-Jährige: „Ich habe absolut nichts Derartiges gesagt. Allerdings habe ich sehr wohl gehört, wie Mbappé mich ‚verdammter Rassist‘ genannt hat.“ Für Argentinier sei ein solcher Ausdruck „ein normales Schimpfwort“, betonte er nachdrücklich.

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Emotionale Reaktionen und sportliche Konsequenzen

Der junge Fußballprofi schilderte, dass er sich bewusst nicht habe provozieren lassen: „Egal, was man mir auch sagt – ich werde niemals darauf reagieren. Meine Antwort gebe ich ausschließlich auf dem Platz.“ Besonders hart traf ihn die anschließende Sperre für das entscheidende Rückspiel gegen Real Madrid. „Es hat sehr wehgetan. Ich wurde für etwas bestraft, das ich nicht gesagt habe, und das ohne jegliche handfesten Beweise.“

Mbappé hatte nach der Partie erklärt, Prestianni habe Vinícius „fünfmal ‚Affe‘ genannt“ und dürfe „nicht mehr in der Champions League spielen“. Auch der französische Stürmer wurde von Kameras dabei erfasst, wie er Prestianni als „verdammter Rassist“ bezeichnete.

Unterstützung und weitere Ermittlungen

Benfica Lissabon stellte sich öffentlich hinter seinen Profi, ebenso wie mehrere Teamkollegen. Laut Vereinsangaben konnten Mitspieler die angeblichen rassistischen Äußerungen nicht bestätigen. Die UEFA setzte einen Ethik- und Disziplinarinspektor ein, um den Vorfall umfassend aufzuklären.

Familie leidet unter den Anschuldigungen

Prestianni betonte, dass die schweren Vorwürfe vor allem seine Familie getroffen hätten. „Ich selbst bin mental stark, aber ich habe unentwegt an meinen Vater, meine Mutter und meine Großeltern gedacht. Dass über mich Dinge behauptet werden, die ich niemals getan habe, tut unendlich weh – und das vor allem für sie.“

Zudem habe er mit Teamkollegen gesprochen, „welche die gleiche Hautfarbe wie Vinicius haben“. Es habe intern nie Probleme gegeben. Den Versuch, ihn zusätzlich als homophob darzustellen, wies er ebenfalls entschieden zurück. In Argentinien würden Begriffe wie „Schwuler“ oder „Feigling“ umgangssprachlich benutzt, ohne dabei eine rassistische Intention zu verfolgen.

Der 19-Jährige zeigt sich dennoch gelassen: „Alle, die mich wirklich kennen, wissen genau, was für ein Mensch ich bin. Das reicht mir völlig.“ Die sportliche Brisanz des Champions-League-Duells ist längst von einer gesellschaftlichen Debatte überschattet, die weit über das Spielfeld hinausreicht und grundlegende Fragen des Miteinanders im Profifußball aufwirft.

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