Preußen Münster: Schwartz kämpft gegen Darmstadt um Retter-Ruf
Preußen-Coach Schwartz kämpft um Retter-Ruf

Alois Schwartz, bekannt als erfahrener Trainer mit 628 Pflichtspielen an der Seitenlinie, steht vor seiner schwierigsten Aufgabe. Der 59-Jährige ist seit sechs Wochen Coach des Zweitligisten Preußen Münster, seiner neunten Station als Chefcoach nach Stationen in Worms, Kaiserslautern, Erfurt, Sandhausen, Nürnberg, Karlsruhe, Rostock und Saarbrücken. Am Sonntag um 13:30 Uhr empfängt sein Team die Darmstädter Lilien im heimischen Stadion, live bei Sky. Nur ein Sieg hält die schwache Hoffnung auf den Klassenerhalt am Leben.

Schwartz als Feuerwehrmann gefordert

Sport-Geschäftsführer Ole Kittner holte Schwartz vor sechs Wochen als Nachfolger von Alexander Ende, weil Schwartz in der Vergangenheit mehrfach als Retter glänzte. Er bewahrte den SV Sandhausen mehrfach vor dem Abstieg, ebenso wie Nürnberg, den Karlsruher SC und Hansa Rostock. Doch in Münster brennt es lichterloh. Nach fünf Spielen unter Schwartz wartet der Verein noch auf den ersten Sieg. Zwei Niederlagen und drei Unentschieden bedeuten fünf Punkte Rückstand auf den rettenden 15. Platz bei nur noch zwei ausstehenden Partien gegen Darmstadt und in Elversberg.

Trotz der schwierigen Lage zeigt sich Schwartz optimistisch: „Warum sollte ich nicht daran glauben? Wir müssen gegen Darmstadt unsere Hausaufgaben machen. Meine Mannschaft lebt, das hat sie zuletzt in Hannover gezeigt.“ Dort erkämpften die Preußen ein wildes 3:3 gegen den Aufstiegskandidaten. Schwartz sieht sein Team in vier der letzten fünf Spiele auf der Siegerstraße, auch wenn die Ergebnisse nicht stimmten. Nur beim 1:4 auf Schalke war man chancenlos, ansonsten war man auf Augenhöhe, vergab aber zu viele Chancen.

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Offensive als Schlüssel

Gegen Darmstadt will Schwartz erneut auf Offensive setzen, mit der Doppelspitze Imad Rondic und Shin Yamada, die beide zuletzt trafen. „Wir haben nichts mehr zu verlieren, können nur noch gewinnen“, so der Trainer. Die eigene Bilanz gegen Darmstadt ist jedoch bescheiden: In elf Duellen gab es nur zwei Siege, zwei Unentschieden und sieben Niederlagen. Die Lilien sind seit fünf Spielen sieglos und haben alle Aufstiegschancen verloren. Für Schwartz geht es um seinen Ruf als Retter. Ein Sieg ist Pflicht, um die Relegation zu erreichen oder den direkten Klassenerhalt zu schaffen.

Die Mannschaft ist motiviert und wird erneut „all in“ gehen. Mit frühem Pressing und Angriffswillen soll der erste Dreier unter Schwartz eingefahren werden. Die Fans hoffen auf ein Wunder, denn die Zeit wird knapp.

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