Debakel in Dresden: Preußen Münster stürzt nach 0:6 ab - Ist Trainer Ende am Ende?
Preußen Münster: 0:6-Debakel in Dresden - Ende vor dem Aus?

Debakel in Dresden: Preußen Münster stürzt nach 0:6 ab

Die Zeit der sanften Töne ist definitiv vorbei. Bei Zweitligist Preußen Münster muss jetzt Klartext geredet werden – und zwar so schnell wie möglich. Das katastrophale 0:6 bei Dynamo Dresden hat nicht nur alle sprachlos gemacht, sondern markiert den absoluten Tiefpunkt der laufenden Saison.

Untergang an der Elbe: Eine Machtdemonstration der Hausherren

Was sich vor über 31.000 Zuschauern in Dresden abspielte, war eine erschütternde Machtdemonstration der Hausherren. Die Preußen, die vor dem Spiel noch punktgleich mit Dresden und dem Relegationsrang standen, erwiesen sich in allen Belangen als haushoch unterlegen. Vom einst gepriesenen Rauten-System war weit und breit keine Spur mehr – stattdessen dominierte Hilflosigkeit pur.

Bereits nach gut 30 Minuten stand es 3:0 durch einen Doppelpack von Ben Bobzien (15. und 18. Minute) sowie Niklas Hauptmann (29. Minute). Jedes Tor entstand mit überaus freundlicher Unterstützung der völlig überforderten Preußen-Defensive. Auch nach der Pause setzte sich das Drama fort: Hauptmann (57.), Vincent Vermeij (59.) und Jason Ceka (75.) erhöhten auf das schmeichelhafte 0:6.

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Fans verstummen erstmals in dieser Saison

Besonders bitter: Nach diesem halben Dutzend Gegentoren stellten selbst die mitgereisten 1800 treuen Preußen-Fans ihren Support ein. Erstmals in dieser Saison herrschte Schweigen statt des kultigen Schlachtrufes „Alle zusammen für Preußen Münster“. Ein absolutes Warnsignal, das die Tiefe der Krise unterstreicht.

Sportgeschäftsführer Ole Kittner zeigte sich nach Abpfiff fassungslos: „Das ist auch für mich die bitterste Niederlage, seit ich bei Preußen bin. Wir sind unserem eigenen Anspruch überhaupt nicht gerecht geworden.“ Der Sport-Boss betonte weiter: „Heute ist nicht der Tag, um auf einen einzelnen zu zeigen. Wir müssen das nun sehr klar kommunizieren und dann die richtigen Schlüsse daraus ziehen.“

Ist Ende schon am Ende? Die Trainerfrage drängt sich auf

Die Frage, die sich nach diesem blutleeren Auftritt gewaltig aufdrängt: Ist Trainer Alexander Ende schon am Ende? Der 46-Jährige hatte im Winter noch 20 Punkte für die Rückserie als Ziel ausgegeben und versprochen: „Keine Sorge, diese Mannschaft schafft den Klassenerhalt!“ Doch danach sieht es spätestens nach dem Dresden-Desaster nicht mehr aus.

Ende selbst kommentierte mit aschfahlem Gesicht: „Eine so hohe Niederlage habe ich noch nie kommentieren müssen. Sie tut allen verdammt weh.“ Zur eigenen Zukunft äußerte er sich zurückhaltend: „Darauf habe ich keinen Einfluss. Ich kann nur sagen, dass ich jeden Tag hoch motiviert zur Arbeit komme und das auch weiterhin tun werde.“ Wenn man ihn denn lässt…

Entscheidende Tage für Preußen Münster

Fakt ist: Sportgeschäftsführer Kittner und Sportdirektor Jan Uphues sind jetzt dringend gefordert. Sie müssen rasch Reizpunkte setzen und die rettenden Entscheidungen treffen, um dem Team neues Leben einzuhauchen. Wahrscheinlich ist, dass Ende gegen Tabellenletzten Magdeburg am 22. März sein Job-Finale bekommt – anschließend folgt die Länderspielpause.

Kittner betonte noch einen wichtigen Punkt: „Bis zur Heimpartie gegen Magdeburg am nächsten Samstag müssen wir auf jeden Fall wieder den Schulterschluss mit unseren Fans schaffen, deren Enttäuschung ich heute total nachvollziehen kann.“ Verdammt schwierige Zeiten brechen für Preußen Münster an – und die kommenden Tage werden zeigen, ob der Verein den Absturz noch abwenden kann.

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