Preußen Münster: Kittner verteidigt Trainer Ende trotz Drucksituation
In der entscheidenden Phase des Abstiegskampfes in der 2. Bundesliga stellt sich Preußen Münsters Sport-Geschäftsführer Ole Kittner (38) voll und ganz hinter seinen Cheftrainer Alexander Ende. Trotz der angespannten Tabellensituation und der verbleibenden neun Spiele bis Saisonende steht für den Vereinsverantwortlichen die Trainingsfrage nicht zur Diskussion.
Harter Kampf um den Klassenerhalt
„Wir werden von der Situation ja nicht überrascht, sondern sind darauf vorbereitet“, erklärt Kittner im Gespräch. „Uns war von Anfang an klar, dass es bis zum letzten Spieltag einen harten Kampf ums Überleben geben wird.“ Der Zweitligist befindet sich in seiner zweiten Saison in der 2. Bundesliga und muss in den kommenden Wochen wichtige Punkte sammeln, um den Klassenerhalt zu sichern.
Besonders heikel wird die Phase vor der Länderspielpause Ende März: Nach dem Auswärtsspiel in Dresden folgen Heimspiele gegen Magdeburg und Fürth sowie ein weiteres Auswärtsspiel in Kiel. Allesamt direkte Konkurrenten im Abstiegskampf.
Teamgeist als entscheidender Faktor
Kittner zeigt sich dennoch zuversichtlich: „Trotzdem bin ich felsenfest überzeugt, dass wir es schaffen. Denn die Gemeinschaft und Haltung innerhalb unserer Mannschaft sind außergewöhnlich. Das Team ist intakt.“ Diese Faktoren seien in den kommenden Wochen entscheidend für den Erfolg.
Der Sport-Geschäftsführer räumt ein, dass die anfänglichen Hoffnungen auf eine ruhigere Saison nach 20 Punkten in der Hinrunde enttäuscht wurden. Doch er betont: „Diese Liga ist für Münster nicht selbstverständlich - sie ist ganz besonders. Wir stecken mit dem Club noch mitten in der Entwicklung.“
Trainer Ende passt perfekt zu Preußen
Auch wenn Trainer Alexander Ende situativ von seinem bevorzugten Rauten-System abrückt und auch Befreiungsschläge erlaubt, sieht Kittner darin keinen Grund zur Sorge: „Nein, auch das ist ein weiterer Schritt in unserer Entwicklung. Neben der spielerischen Komponente brauchen wir eine gute Entscheidungsfindung.“
Kittner stellt klar: „Alex passt gut zu Preußen Münster und andersrum. Er identifiziert sich mit dem Verein und der Aufgabe zu 100 Prozent. Ist akribisch in der täglichen Arbeit, hat einen klaren Plan und ist ein extremer Wettkämpfer.“
VAR-Sabotage und Vereinsverantwortung
Nach dem Vorfall beim Spiel gegen Hertha BSC, bei dem ein Saboteur die Stromversorgung für den VAR-Monitor lahmlegte, hat der Deutsche Fußball-Bund umfangreiche Ermittlungen aufgenommen. Der DFB bestätigte, dass für die Sicherung der technischen Einrichtungen die Vereine selbst verantwortlich sind.
In Münster geht es nun vor allem um die sportliche Zukunft. Kittner betont abschließend: „Unser großes Ziel ist es, auch nächstes Jahr mit Preußen in der 2. Bundesliga zu spielen.“ Die kommenden Spiele werden zeigen, ob dieser Plan aufgeht.



