Außergerichtliche Einigung: Preußen Münster und Ex-Kapitän Marc Lorenz beenden Rechtsstreit
Preußen Münster und Ex-Kapitän Lorenz beenden Rechtsstreit

Außergerichtliche Einigung beendet Rechtsstreit zwischen Preußen Münster und Ex-Kapitän

Der Zweitligist SC Preußen Münster und sein ehemaliger Kapitän Marc Lorenz haben ihren arbeitsrechtlichen Konflikt nun doch außergerichtlich beigelegt. Damit entfällt die für Freitag geplante Verhandlung vor der Kammer des Arbeitsgerichts Münster, in der über die Klage des 37-jährigen Ex-Profis gegen seine fristlose Kündigung hätte verhandelt werden sollen.

Zweiter Anlauf führt zur Einigung nach gescheitertem Gütetermin

Bereits Anfang Oktober war ein erster Gütetermin gescheitert, nachdem Lorenz die damals erzielte Einigung kurz vor Ablauf der Frist durch seinen Anwalt widerrufen hatte. Nun hat der Mittelfeldroutinier im zweiten Anlauf die Vereinbarung doch noch akzeptiert. „Ich habe Fehler gemacht und Menschen enttäuscht, was ich zutiefst bereue“, erklärte Lorenz zu seiner Entscheidung. „Preußen und seine Fans sind ein bedeutender Teil meines Lebens. Ich habe mich niemals absichtlich gegen den Verein gestellt.“

Vorwürfe wegen Unregelmäßigkeiten mit Spendengeldern führten zur Trennung

Der Konflikt hatte sich vor rund sieben Monaten, am 19. August, zugespitzt, als der Verein seinem Aufstiegs-Anführer die fristlose Kündigung zuschickte und zudem Anzeige wegen Unregelmäßigkeiten im Zusammenhang mit Spendengeldern erstattete. In einer damaligen Vereinserklärung hieß es: „Als bedeutender Arbeitgeber und Botschafter der Region sieht sich der SC Preußen Münster in der Verantwortung, die Integrität des Clubs, seine Werte sowie das Vertrauen der Öffentlichkeit uneingeschränkt zu wahren und zu schützen.“

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Marc Lorenz, der in seiner langen Profilaufbahn insgesamt 158 Pflichtspiele für die Preußen bestritt, zog daraufhin vor das Arbeitsgericht. Der Mittelfeldspieler räumte ein, dass es ihm „eine Zeit lang aus meiner Situation heraus schwer fiel, Hilfsangebote anzunehmen“. Umso dankbarer zeigte er sich nun für die erzielte Einigung.

Beide Seiten zeigen sich erleichtert über die Lösung

Auch die Vereinsführung der Preußen äußerte sich erleichtert über die Beilegung des Konflikts. In einer Pressemitteilung betonte der Club: „Die Einigung basiert auf der uneingeschränkten Verantwortung für die Integrität des Clubs und seiner Werte sowie auf einem angemessenen Umgang mit dem langjährigen und verdienten Spieler.“ Beide Parteien verzichten auf weitergehende Erklärungen zum Inhalt der Vereinbarung.

Preußens Sportgeschäftsführer Ole Kittner zeigte sich froh über die nun getroffene außergerichtliche Einigung. Lorenz, der sich bereits seit Wochen beim Oberligisten FC Gievenbeck fit hält, ist aktuell vereinslos. Allerdings kann er sich nicht direkt dem Münsteraner Stadtteilverein anschließen und für ihn auflaufen, da das DFB-Regelwerk für vereinslose Spieler nach der Wintertransferperiode kein Spielrecht mehr für Pflichtspiele in derselben Saison vorsieht.

Staatsanwaltschaftliche Ermittlungen laufen weiter

Unabhängig von der arbeitsrechtlichen Einigung mit Preußen Münster laufen die staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen gegen Marc Lorenz weiter. Dabei gilt für den Ex-Profi nach wie vor die Unschuldsvermutung. Die Vorwürfe im Zusammenhang mit Spendengeldern werden somit weiterhin von den Strafverfolgungsbehörden geprüft.

Terminplan für die Preußen in der 2. Bundesliga

Parallel zur Klärung des Personalstreits hat die Deutsche Fußball-Liga (DFL) die Zweitliga-Begegnungen bis einschließlich zum 30. Spieltag terminiert. Für die Preußen Münster stehen dabei folgende Partien an:

  • 25. Spieltag: Hertha BSC (Heim/So., 08.03.2026/13:30 Uhr)
  • 26. Spieltag: Dynamo Dresden (Auswärts/So. 15.03.2026/13:30 Uhr)
  • 27. Spieltag: 1. FC Magdeburg (Heim/So., 22.03.2026/13:30 Uhr)
  • 28. Spieltag: Holstein Kiel (Auswärts/So., 05.04.2026/13:30 Uhr)
  • 29. Spieltag: Greuther Fürth (Heim/Sa., 11.04.2026/13 Uhr)
  • 30. Spieltag: Schalke 04 (Auswärts/So.19.04.2026/13:30 Uhr)

Besonders erwähnenswert ist die Neuauflage des Spiels auf Schalke, das nun sonntags in der Arena stattfinden wird. Die Preußen-Fans hatten beim letzten Gastspiel in der Vorsaison auf Schalke mit einer starken Choreografie auf sich aufmerksam gemacht.

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Podcast-Einblicke in die Vereinswelt

Abseits des sportlichen Geschehens bietet der beliebte Insider-Podcast „Preußen Privat“ aus der kultigen Bode-Stadionloge weiterhin Einblicke in die Vereinswelt. In der aktuellen Folge ist Mittelfeld-Allrounder Marvin Schulz zu Gast, der unter anderem verrät, wie und wo er seiner Freundin Melisa den Heiratsantrag gemacht hat. Zudem spricht Schulz über seine Zukunftsvorstellungen nach der aktiven Profilaufbahn. Der Podcast ist kostenlos auf verschiedenen Plattformen verfügbar.