Tränenreiches Debüt von Matheo Raab: Handverletzung überschattet Sieg in Freiburg
Raabs Debüt: Handverletzung überschattet Sieg in Freiburg

Emotionales Debüt mit Schattenseite: Matheo Raab verletzt sich bei Sieg in Freiburg

Ein Abend voller Emotionen und dramatischer Wendungen: Matheo Raab, der 27-jährige Torwart von Union Berlin, feierte am Samstag sein lang ersehntes Bundesliga-Debüt beim 1:0-Auswärtssieg in Freiburg. Doch die Freude wurde durch eine schwere Handverletzung getrübt, die einen längeren Ausfall befürchten lässt.

Überraschende Chance und sofortige Bewährung

Die Entscheidung fiel erst kurz vor Anpfiff: Trainer Steffen Baumgart setzte auf den bisherigen Ersatztorwart, nachdem Stammkeeper Frederik Rönnow nicht rechtzeitig fit wurde. „Es war alles sehr kurzfristig. Ich habe erst am Samstag erfahren, dass ich spielen werde“, erklärte Raab nach dem Spiel. Der Keeper nutzte seine Chance sofort und hielt insgesamt sechs Schüsse der Freiburger, darunter mehrere entscheidende Paraden, die den knappen Vorsprung sicherten.

Dramatischer Schlussakt mit Verletzung

In der Nachspielzeit kam es zum folgenschweren Zwischenfall: Bei einem Luftzweikampf mit Bruno Ogbus zog sich Raab eine Verletzung an der rechten Hand zu. Trotz offensichtlicher Schmerzen blieb er auf dem Platz, da Union Berlin keine Wechseloptionen mehr hatte. In der letzten Spielminute parierte er noch einen gefährlichen Distanzschuss von Niklas Beste und sicherte so den Sieg.

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Nach Abpfiff kämpfte der Torwart sichtlich mit den Tränen. „Ich hab schon als kleiner Bub davon geträumt. Es war ein langer Weg. Aber es ist scheiß egal wie lang, das Warten hat sich gelohnt“, sagte Raab mit zitternder Stimme. Zur Verletzung meinte er: „Vielleicht hätte ich die Hand noch weggelassen, aber es war schon ein perfekter Tag für mich.“

Untersuchungen stehen noch aus

Wie schwer die Verletzung tatsächlich ist, werden erst Untersuchungen am Montag zeigen. Raab selbst äußerte sich pessimistisch: „Es sieht nicht so gut aus.“ Dennoch betonte er: „Ich bin einfach nur unheimlich glücklich. Scheiß auf die Hand. Einfach auf die Zähne beißen und irgendwie den Handschuh wieder anziehen und das Ding über die Bühne bringen.“

Trainer zeigt sich bewegt

Trainer Steffen Baumgart nahm seinen Torwart nach dem Spiel tröstend in den Arm und zeigte sich sichtlich gerührt. „Mich freut es besonders für ihn. Und dann wirklich nicht als Torwart, sondern als Typ und Mensch. Er hat es nicht immer leicht gehabt“, sagte der Union-Coach. Die Mannschaft und Fans feierten Raab trotz der Verletzung als Matchwinner des Abends.

Die Verletzung könnte für Union Berlin zum Problem werden, da mit Frederik Rönnow bereits der Stammtorwart angeschlagen ist. Sollte Raab tatsächlich länger ausfallen, müsste der Verein kurzfristig Ersatzlösungen finden. Für den 27-Jährigen selbst bleibt jedoch zunächst der emotionale Höhepunkt seines Debüts im Vordergrund, auch wenn es von einer Verletzung überschattet wurde.

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