Historische Pause in der 2. Fußball-Bundesliga
In einem bemerkenswerten Moment des deutschen Profifußballs wurde das Zweitliga-Spiel zwischen dem FC Schalke 04 und dem 1. FC Magdeburg am 06. März 2026 nach genau 22 Spielminuten unterbrochen. Schiedsrichter Tobias Reichel pfiff die Partie beim Stand von 1:0 für Schalke kurz an, um eine besondere Auszeit zu gewähren.
Religiöse Rücksichtnahme im Profisport
Der Grund für diese ungewöhnliche Spielunterbrechung war der islamische Fastenmonat Ramadan. Kurz nach Sonnenuntergang, wenn das tägliche Fasten endet, durften alle Spieler, die den Ramadan praktizieren, sich kurz mit Getränken und Nahrung stärken. Diese Maßnahme war im Vorfeld sorgfältig abgestimmt worden.
Beide Vereine sowie das komplette Schiedsrichtergespann hatten sich einvernehmlich darauf verständigt, diese kleine Pause in den Spielablauf zu integrieren, um den religiösen Bedürfnissen der Athleten Rechnung zu tragen.
Vorbereitung und professioneller Umgang
Schalke-Trainer Miron Muslic äußerte sich vor dem Spiel zu der besonderen Situation: „Wir haben sieben oder acht Spieler in unserem Kader, die diesen Fastenmonat praktizieren. Als Verein unterstützen wir die Jungs bestmöglich in ihrer religiösen Ausübung.“
Der Trainer betonte weiter: „Die Spieler, die das Fasten praktizieren, sind damit vertraut. Sie kennen die Abläufe und den Flow, wie man professionellen Sport mit religiösen Praktiken vereinbaren kann.“
Nach der etwa dreiminütigen Unterbrechung wurde das Spiel planmäßig fortgesetzt und verlief ohne weitere Besonderheiten. Diese Pause markiert einen bedeutenden Schritt in der Integration religiöser Bedürfnisse in den deutschen Profisport und zeigt, wie Vereinbarungen zwischen sportlichen Anforderungen und religiösen Praktiken gefunden werden können.
Die Entscheidung für die Ramadan-Pause wurde von allen Beteiligten als positiv und respektvoll bewertet und könnte zukünftig als Vorbild für ähnliche Situationen im deutschen Fußball dienen.



