Emotionaler Abschied und dramatisches Remis in Leipzig
Vor einem bewegenden Hintergrund lieferten RB Leipzig und der VfL Wolfsburg am 15. Februar 2026 ein spektakuläres 2:2-Unentschieden ab. Die Partie war geprägt von einem emotionalen Abschied für Timo Werner und einer atemberaubenden Schlussphase mit zwei späten Toren.
Werners rührender Abschied und persönliche Neuigkeit
Vor Anpfiff stand Timo Werner im Mittelpunkt. Der 29-jährige Stürmer, der zum MLS-Klub San José Earthquakes wechselt, wurde von RB Leipzig offiziell verabschiedet. Sport-Geschäftsführer Marcel Schäfer überreichte ihm eine Bullen-Figur und ein großes Abschiedsbild, während Fans mit „Danke Timo“-Plakaten ihre Wertschätzung zeigten.
Am Stadionmikrofon verkündete Werner eine persönliche Neuigkeit: „Am Mittwoch ist meine Tochter geboren. Und ich glaube, sie könnte nicht stolzer sein, Leipzigerin zu sein.“ Der frischgebackene Vater, sichtlich gerührt, betonte: „Einmal Leipzig, immer Leipzig.“
Spannende Begegnung mit Chancenwucher und Torwartdrama
Das Spiel entwickelte sich zu einer intensiven Auseinandersetzung. RB Leipzig dominierte zunächst und schuf durch Yan Diomande, Kevin Harder und Brajan Gruda mehrere Großchancen. Wolfsburgs Torwart Kamil Grabara zeigte jedoch eine herausragende Leistung und vereitelte alle frühen Tormöglichkeiten.
Ein Rückschlag für die Leipziger: Torhüter Péter Gulácsi musste verletzungsbedingt bereits in der 29. Minute ausgewechselt werden. Sein Nachfolger Maarten Vandevoordt, die zukünftige Nummer 1 bei RB, kam ins Spiel.
Wolfsburgs Führung und Leipziger Comeback
Nach der Pause nutzte Wolfsburg seine Chance: Mohammed Amoura erzielte nach einem Solo von Anass Daghim mit einem schönen Rechtsschuss das 1:0 (52.). Der VfL kam besser ins Spiel und hatte durch Lovro Majer und Amoura Gelegenheiten zum Doppelpack.
In den letzten 20 Minuten eskalierte die Partie. Nach einem folgenschweren Abstoßfehler von Grabara erzielte Yan Diomande den Ausgleich zum 1:1 (70.). Mattias Svanberg stellte die Wolfsburg-Führung jedoch schnell wieder her (78.).
Last-Minute-Wahnsinn sichert Punkt für Leipzig
Kurz vor Schluss hatte RB Leipzig das letzte Wort: Brajan Gruda schoss in der 89. Minute den verdienten Ausgleich zum 2:2-Endstand. Damit retteten die Leipziger einen Punkt, der im Rennen um die Champions League jedoch nur ein kleiner Trost ist. Wolfsburg verpasste den wichtigen Befreiungsschlag im Abstiegskampf.
Die Partie bot alles, was Fußball ausmacht: Emotionen, Dramatik und unvergessliche Momente – sowohl auf als auch neben dem Platz.



