Regionalliga-Spektakel: HFC und Erfurt mit Dreiern
Zweimal drei Tore, zweimal Sieg! Der Hallesche FC und der FC Rot-Weiß Erfurt haben am Freitagabend in der Regionalliga Nordost jeweils mit drei Treffern gepunktet. Während der HFC gegen den FSV Zwickau überraschend klar mit 3:0 gewann, drehte RWE noch einen Rückstand gegen Hertha BSC II zum verdienten 3:2-Erfolg.
Halle mit beeindruckender Serie
Diese Siegesserie des Halleschen FC nimmt einfach kein Ende, bleibt in der Tabelle aber dennoch wertlos. Vor 8.300 Zuschauern triumphierte der HFC mit einem souveränen 3:0 über den FSV Zwickau und feierte damit bereits den achten Dreier in Folge.
Nach einer fetten Pyro-Einlage aus beiden Fanlagern gleich zum Anpfiff entwickelte sich ein rassiger Fußballabend. Das erste Ausrufezeichen setzte der HFC bereits in der 19. Minute per Standard: Nach einem Freistoß von Kulke stand Löhmannsröben komplett frei und versenkte sicher zum 1:0.
Stierlin mit seinem achten SaisontorZwickau hatte sichtlich Probleme mit dem aggressiven Pressing des HFC, hatte durch Eixler trotzdem die Chance zum 1:1 (25.). Gnadenloser war jedoch Halle, besonders bei ruhenden Bällen. Wieder servierte Kulke präzise, Hiemann griff am Ball vorbei und Niclas Stierlin bedankte sich mit dem 2:0 – bereits sein achter Saisontreffer (33.).
Auch in der zweiten Halbzeit blieb die Schlagzahl hoch. Zwickau wollte mit aller Macht den Anschluss, aber auch Dobruna hatte kein Glück (50.). Zwanzig Minuten vor Schluss machte Halle dann den Deckel drauf: Erneut gab Kulke den Assist, dieses Mal war Hauptmann der Abnehmer. Unhaltbar schlug die Kugel im langen Eck ein (70.).
Halle feierte den Sieg, doch beim Blick auf die Tabelle bleibt Wehmut: Nur fünf Punkte beträgt der Rückstand auf Spitzenreiter Lok, aber die Serie bringt keine Punkte.
Erfurt dreht wildes Spiel
Das war starke Leistung: Halles Regionalliga-Rivale Rot-Weiß Erfurt ballerte sich vor 6.143 Fans mit einem wilden 3:2 gegen Hertha BSC II warm für das große Derby gegen Carl Zeiss Jena am 29. März im Landespokal-Halbfinale!
Schon vor Anpfiff gab es die ersten Knaller: Kapitän Til-Linus Schwarz verlängerte vorzeitig bis 2027, während Stürmer Romario Hajrulla plötzlich nur auf der Bank saß – Grund waren Leistenprobleme.
Und RWE pennte beim ersten Berliner Standard: Dabei stand Rölke frei vor Keeper Otto und schob eiskalt zum 0:1 ein (10.). Doch Erfurt antwortete sofort!
Wolf überragend an diesem AbendMittelfeld-Motor Marco Wolf drehte jetzt auf: Über rechts kam der Ball, Moritz legte quer, Mensah steckte durch auf Falcao – 1:1 (20.). Erstes Steigerwald-Tor für den Brasilianer! Nur drei Minuten später Chaos vor dem Strafraum – Wolf schaltete am schnellsten und hämmerte das Ding rein: 2:1 (23.). Spiel gedreht!
Doch das reichte noch nicht. Wieder war es Wolf, der einen Traumpass auf Ugondu spielte – und der knallte das Ding traumhaft zum 3:1 (29.) rein! Doch Hertha II blieb dran: Ben-Hatira flankte – Abpraller zu Gouram – 3:2 (39.). Anschlusstreffer!
In der zweiten Halbzeit blieb Schwarz verletzt in der Kabine – Claxton kam. Berlin drückte, traf aber nicht: Ben-Hatira hämmerte einen Freistoß an die Latte (71.) – Glück für RWE!
Ein spannender Fußballabend in der Regionalliga Nordost, der sowohl für den Halleschen FC als auch für Rot-Weiß Erfurt erfolgreich endete und die Saison in Mitteldeutschland weiter anheizt.



