Reinthaler mit klaren Worten an die Abwehrkonkurrenten beim TSV 1860
Er wurde zuletzt zum Abwehrboss des TSV 1860 München. Max Reinthaler spricht im exklusiven Interview über die Konkurrenzsituation mit Kapitän Jesper Verlaat und verrät, in welchen Punkten Wehen Wiesbaden und die Löwen durchaus Gemeinsamkeiten haben.
„Kein Spieler kriegt einen Freifahrtschein“
Max Reinthaler steht seit dem 1. November in jedem Liga-Spiel über 90 Minuten auf dem Platz. Der Abwehrspieler betont jedoch, dass dies kein Garantieschein für die Zukunft sei. „Kein Spieler kriegt einen Freifahrtschein, egal bei welcher personellen Entscheidung, das ist einfach klar“, erklärt Reinthaler im Gespräch. Diese Einstellung teile er mit Trainer Markus Kauczinski, unter dem er bereits bei Wehen Wiesbaden gespielt hat.
Reinthaler beschreibt die Beziehung zum Trainer als von klaren Erwartungen geprägt: „Grundsätzlich wusste ich von Anfang an, was er von mir verlangt. Er wusste, glaube ich auch, was er von mir bekommt.“ Die positiven Resultate der letzten Monate seien eine Bestätigung dieser Zusammenarbeit, doch der Fußball bleibe ein Tagesgeschäft – besonders beim TSV 1860.
Konkurrenz mit Kapitän Verlaat
Mit der Rückkehr des fitten Kapitäns Jesper Verlaat stellt sich die Frage nach der Aufstellung in der Abwehr. Reinthaler sieht dies gelassen: „Ich habe mich nie als zweite Wahl gesehen“, betont der 28-Jährige. Der Kader der Löwen sei insgesamt stark und ausgeglichen, sowohl im Angriff als auch in der Defensive.
Die Medien würden seiner Meinung nach oft zu viel in Namen und Funktionen hineininterpretieren. „Wenn du nicht deine Leistung bringst oder wenn sie jemand anderes bringt, hast du keine Garantie“, so Reinthaler. Diese klare Leistungsorientierung sei eine wichtige Zutat für die aktuelle erfolgreiche Phase der Mannschaft.
Gemeinsamkeiten mit Wehen Wiesbaden
Am Samstag trifft der TSV 1860 im Heimspiel auf Wehen Wiesbaden – für Reinthaler und Kauczinski ein besonderes Duell. Der Abwehrspieler sieht durchaus Parallelen zwischen seinem Ex-Klub und den Löwen: „Das Mannschaftsgefüge kann man ein bisschen vergleichen“, erklärt er.
In beiden Teams würden die Spieler ihre persönlichen Bedürfnisse zurückstellen, um zum Erfolg des Ganzen beizutragen. Dennoch gebe es einen entscheidenden Unterschied: „Der mediale Druck hier ist natürlich ein Riesenunterschied“, so Reinthaler. Beim TSV 1860 spüre man ein besonderes Kribbeln und Pushen von den Fans, das die Mannschaft tragen könne.
Die entscheidende Phase der Saison
Die Löwen befinden sich in der entscheidenden Phase der Saison. Acht Mannschaften seien noch in Schlagdistanz, betont Reinthaler: „Jede der acht Mannschaften weiß auch, wenn du drei schlechte Wochen hast, dann bist du nicht mehr in Schlagdistanz.“
Die Marschroute bleibe klar: Drei Punkte Woche für Woche und einen Baustein nach dem anderen setzen. „Wir wollen einfach drei Punkte Woche für Woche und einen Baustein nach dem anderen setzen“, beschreibt Reinthaler die Vorgehensweise. So seien die Löwen in den letzten Wochen gut gefahren – und so hoffe man, auch die kommenden Wochen zu meistern.
Der Glaube in der Mannschaft wachse mit jedem Erfolgserlebnis, doch Reinthaler bleibt realistisch: „Alles worüber wir jetzt reden, ist eine Momentaufnahme, das kann in drei Wochen wieder ganz anders aussehen.“ Es liege an der Mannschaft, dass die positiven Worte auch in drei Wochen noch Bestand hätten.



