Gladbach-Kapitän Reitz verletzt von Fan-Reaktionen nach Leipzig-Wechsel
Reitz verletzt von Fan-Reaktionen nach Leipzig-Wechsel

Gladbach-Kapitän Reitz verletzt von Fan-Reaktionen nach Leipzig-Wechsel

Der Kapitän von Borussia Mönchengladbach, Rocco Reitz, hat sich erstmals nach den heftigen Reaktionen der Fans auf seinen bevorstehenden Wechsel zu RB Leipzig öffentlich geäußert. Der 23-Jährige zeigte sich in einer emotionalen Stellungnahme nach dem 1:1-Heimspiel gegen den 1. FSV Mainz 05 sichtlich getroffen von der Kritik aus den eigenen Reihen.

Pfiffe und Plakate gegen den eigenen Kapitän

Nachdem Borussia Mönchengladbach den bevorstehenden Transfer von Rocco Reitz zu RB Leipzig offiziell bekannt gegeben hatte, positionierten sich die Ultras des Vereins deutlich gegen ihren langjährigen Spieler. Bereits bei der 0:1-Niederlage in der vergangenen Woche gegen Reitz' künftigen Verein RB Leipzig waren erste Anzeichen des Unmuts zu spüren. Im Auswärtsblock waren Plakate mit Aufschriften wie „Wer das hier will, darf niemals unser Kapitän sein“ und „Keine Akzeptanz für Reitz“ zu sehen.

Vor dem Heimspiel am Sonntagabend gegen Mainz 05 eskalierten die Proteste dann weiter. Als Stadionsprecher Torsten Knippertz die Mannschaftsaufstellung verkündete, wurde der Name des Gladbach-Kapitäns von Teilen der Anhänger lautstark ausgebuht. Während des gesamten Spiels wurden Aktionen von Reitz immer wieder mit Pfiffen begleitet, was eine ungewöhnlich feindselige Atmosphäre für einen Heimspieler schuf.

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Emotionale Reaktion des Spielers

„Das hat mich letzte Woche schon sehr getroffen, das muss ich ehrlich sagen. Es hat wehgetan“, gestand Reitz nach dem Spiel. Der Mittelfeldspieler, der seit seiner Jugend bei Borussia Mönchengladbach spielt, zeigte sich sichtlich verletzt von den Reaktionen der eigenen Fans. „Ich spiele mein ganzes Leben hier bei Borussia. Ich weiß jetzt nicht, ob ich so etwas verdient habe“, fügte der 23-Jährige hinzu.

Trotz der emotionalen Belastung versuchte Reitz, verständnisvoll auf die Kritik zu reagieren: „Jeder darf natürlich seine Meinung kundtun. Ich akzeptiere das natürlich, obwohl es weh tut. Jeder darf seine Meinung haben. Aber es ist nicht schön.“ Die Geschehnisse der vergangenen Tage hätten ihn mehrere Tage lang beschäftigt und seien für ihn persönlich schwer zu verarbeiten gewesen.

Stadionsprecher versucht zu beruhigen

Während der kontroversen Durchsage der Mannschaftsaufstellung hatte Stadionsprecher Torsten Knippertz versucht, beruhigend auf die aufgebrachten Fans einzuwirken. „Leute, das ist ein Spieler von uns“, appellierte er ins Stadion, doch seine Worte verhallten weitgehend ungehört im Chor der Pfiffe und Buhrufe.

Sportlich befindet sich Borussia Mönchengladbach derweil in einer schwierigen Phase. Während Reitz' zukünftiger Klub RB Leipzig aktuell auf Champions-League-Kurs liegt, kämpft das Team von Trainer Eugen Polanski um wichtige Punkte im Abstiegskampf. Gerade in dieser kritischen Phase wäre ein starker und konzentrierter Reitz ein wichtiger Faktor für den Klassenerhalt – ebenso wie die uneingeschränkte Unterstützung der eigenen Fans.

Die Situation zeigt einmal mehr die emotionale Bindung zwischen Spielern und Fans im Profifußball und wie schnell diese durch Transfergerüchte und Wechselentscheidungen ins Wanken geraten kann. Für Rocco Reitz bleibt die verbleibende Saison bei Borussia Mönchengladbach nun eine besondere Herausforderung, bei der er nicht nur sportlich, sondern auch emotional gefordert sein wird.

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