Trauer im Fußball: Heidenheims Nachwuchsboss Roger Prinzen mit 57 Jahren verstorben
Roger Prinzen mit 57 Jahren verstorben: Heidenheim unter Schock

Trauer um Roger Prinzen: Heidenheims Nachwuchsboss mit 57 Jahren verstorben

Der deutsche Fußball steht unter Schock: Roger Prinzen, langjähriger Profi und zuletzt sportlicher Leiter des Nachwuchsleistungszentrums beim 1. FC Heidenheim, ist im Alter von nur 57 Jahren plötzlich und unerwartet verstorben. Der Bundesligist bestätigte die traurige Nachricht am Dienstag und würdigte Prinzen als zentrale Figur der Jugendförderung.

Schmerzliche Lücke beim 1. FC Heidenheim

„In diesen schweren Stunden sind unsere Gedanken bei seiner Frau Sonja sowie seinen Kindern Marlon, Mia und Tim. Sein plötzlicher Tod hinterlässt eine schmerzvolle Lücke beim 1. FC Heidenheim. Ruhe in Frieden, Roger!“, schrieb der Verein in einer offiziellen Mitteilung. Der FCH verliere damit nicht nur einen erfahrenen Fußballlehrer und eine geschätzte Führungskraft, sondern vor allem einen langjährigen Kollegen und Freund.

Prinzen war seit dem Jahr 2018 in Heidenheim tätig, wo er maßgeblich den Aufbau und die erfolgreiche Arbeit des Nachwuchsleistungszentrums vorantrieb. Sein Sohn Marlon ist aktuell in der U17-Mannschaft des Vereins aktiv.

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Bundesliga-Karriere und legendärer Moment mit Wattenscheid

Der in Düsseldorf geborene Roger Prinzen absolvierte zwischen 1987 und 2000 insgesamt 147 Zweitliga- und 60 Bundesliga-Spiele, in denen er elf beziehungsweise sechs Tore erzielte. Seine Zeit in der höchsten deutschen Spielklasse verbrachte er von 1991 bis 1994 bei der SG Wattenscheid 09 unter Trainer Hannes Bongartz, wo er sich als Stammkraft in der Abwehr etablierte.

Ein besonderer Höhepunkt seiner Karriere war der 2:0-Erfolg Wattenscheids gegen den FC Bayern München am 2. März 1993. Prinzen stand über die volle Spielzeit auf dem Platz, als der damalige Tabellenfünfzehnte den Rekordmeister sensationell besiegte. Dieses Ergebnis trug maßgeblich dazu bei, dass die von Erich Ribbeck trainierten Bayern in jener Saison die Meisterschaft verpassten.

Zu seinen Teamkollegen in Wattenscheid zählten später bekannte Namen wie Thorsten Fink, Markus Schupp und Souleyman Sané, der Vater des heutigen Bayern-Stars Leroy Sané.

Stationen als Spieler und Trainer

Vor und nach seiner Zeit in Wattenscheid war Roger Prinzen für mehrere Zweitligisten aktiv:

  • Darmstadt 98
  • Greuther Fürth
  • Hannover 96
  • Austria Lustenau in Österreich

Nach seiner aktiven Laufbahn arbeitete er als Trainer in Österreich, Liechtenstein und der Schweiz. Von 2013 bis 2016 coachte er die zweite Mannschaft des 1. FC Nürnberg. Beim „Club“ sprang er nach den Entlassungen von Michael Wiesinger und Gertjan Verbeek zudem zweimal als Interimstrainer in der Bundesliga ein.

Der plötzliche Tod von Roger Prinzen hinterlässt eine tiefe Lücke nicht nur beim 1. FC Heidenheim, sondern in der gesamten deutschen Fußballfamilie. Seine Verdienste um den Nachwuchs und seine prägende Rolle als Spieler und Funktionär werden in bleibender Erinnerung bleiben.

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