RB Leipzigs Stürmer Romulo beendet Torflaute mit tierischer Unterstützung
Nach 495 langen Minuten ohne Treffer konnte RB Leipzigs Angreifer Romulo (24) endlich wieder jubeln. Beim 2:1-Auswärtssieg in Hamburg traf der Brasilianer in der 36. Minute sehenswert per Hacke zum 1:1-Ausgleich – bereits zum zweiten Mal in dieser Saison auf diese spektakuläre Weise. „Ich mache das gern im Training und dann klappt es auch häufiger im Spiel“, verrät der Stürmer über seine Vorliebe für Hackentore.
Der Leipziger Zoo als Kraftquelle
Was ihm neben dem täglichen Training half, um aus der persönlichen Torkrise zu finden: regelmäßige Besuche im Leipziger Zoo. Zusammen mit seiner Frau Isabela zählt Romulo mittlerweile zu den Stammgästen der Einrichtung. Vor den Gehegen von Leoparden, Elefanten und besonders den Kronenmakis schaltet der Fußballprofi ab und tankt neue Energie für anspruchsvolle Bundesliga-Spiele wie jenes gegen den Hamburger SV.
Sein Treffer in Hamburg markierte den Höhepunkt einer emotionalen Achterbahnfahrt, die mit einem tragischen Eigentor begann. Bereits eine Woche zuvor, beim 2:2 gegen Borussia Dortmund, hatte Romulo unglücklich per Kopf ins eigene Tor getroffen. „Danach war ich ganz schön traurig – auch wenn die Jungs mich wieder aufgebaut haben. In der Woche habe ich dazu versucht, fokussiert zu sein“, erklärt der Brasilianer.
Trainer-Lob und verpasste Chance
Im Sommer für 20 Millionen Euro vom türkischen Klub Göztepe verpflichtet, belohnte sich Romulo in Hamburg mit seinem siebten Saisontreffer. Trainer Ole Werner (37) zeigt sich erfreut: „Ein wunderbares Tor, das freut mich für ihn – auch wenn Rom nicht nur wichtig ist, wenn er Tore erzielt, sondern auch, weil er einfach viel für die Mannschaft arbeitet.“
Bitter für den Angreifer: Die Vorentscheidung in Hamburg verpasste er kurz nach seinem Traumtor, als er einen Elfmeter nicht verwandeln konnte. „So ist es leider manchmal im Leben. Ich muss das abhaken und nach vorn schauen“, kommentiert Romulo die vergebene Chance.
Blick auf das nächste Spiel
Nun richtet sich der Fokus auf das kommende Heimspiel gegen den FC Augsburg am Samstag (15:30 Uhr). Gegen die Bayern traf Romulo bereits in der Hinrunde und bereitete ein weiteres Tor vor. Eine ähnliche Leistung wäre auch aus Sicht von RB Leipzig äußerst wertvoll im Kampf um die vorderen Tabellenplätze.
Die tierischen Begegnungen im Leipziger Zoo scheinen dem Stürmer nicht nur mentale Stärke zu verleihen, sondern auch seine Treffsicherheit auf dem Platz positiv zu beeinflussen. Ein ungewöhnliches, aber offenbar wirksames Rezept gegen Torflauten in der Bundesliga.



