Hansa Rostock feiert wichtigen Auswärtssieg in Hannover
Vor 6.712 Zuschauern in der Arena von Zweitligist Hannover 96 hat Hansa Rostock einen bedeutenden 3:1-Sieg beim TSV Havelse errungen. Das Risikospiel der 3. Liga fand nicht in der üblichen Heimstätte des Aufsteigers Havelse, der 96-Akademie in der Eilenriede, sondern in der größeren Zweitliga-Arena statt.
Voglsammers emotionaler Rückkehr
Besonders emotional war der Sieg für Stürmer Andreas Voglsammer. Der 34-Jährige, der im Sommer 2025 ablösefrei von Hannover 96 zu Hansa Rostock gewechselt war, kehrte in sein altes Wohnzimmer zurück. Nachdem er lange von der Bank aus zuschauen musste, wurde er in der 70. Minute eingewechselt und leitete nur 120 Sekunden später die endgültige Entscheidung ein.
Voglsammer spielte den Ball gekonnt auf die linke Seite weiter, wo Viktor Bergh ihn in den Lauf von Maximilian Krauß brachte – 3:1 für Hansa Rostock. Dieser Kurzeinsatz war taktisch abgesprochen, da Voglsammer nach seinem Traumtor gegen Essen geschont werden sollte, um für das Topspiel am Samstag gegen Cottbus topfit zu sein.
Spielverlauf und Tore
Rostocks Top-Scorer Emil Holten erzielte bereits in der 17. Minute mit einem gekonnten Kopfball das 1:0 nach einer wunderschönen Flanke von Ex-96er Lukas Wallner. Havelses Semi Belkahia erhöhte in der 30. Minute unglücklich zum 2:0 ins eigene Netz. Obwohl Hansa die klar bessere Mannschaft war, ließ Rostock den TSV noch einmal ins Spiel kommen: Julius Düker verkürzte in der 32. Minute auf 1:2.
Mit diesem Sieg klettert Hansa Rostock auf den vierten Tabellenplatz und darf weiter von der Rückkehr in die 2. Liga träumen. Für den TSV Havelse bedeutet die 15. Niederlage im 27. Saisonspiel dagegen, dass der Klassenerhalt nur noch rechnerisch möglich ist.
Perspektiven für beide Teams
Andreas Voglsammer hat in dieser Saison bereits neun Scorerpunkte erzielt – fünf Tore und vier Assists – und bleibt eine Schlüsselfigur für Rostocks Aufstiegsambitionen. Der TSV Havelse steht dagegen kurz vor dem Abstieg und muss in den verbleibenden Spielen Wunder vollbringen.
Das nächste Spiel in der 96-Arena findet dann wieder auf Zweitliga-Niveau statt: Am Sonntag um 13:30 Uhr empfängt Hannover 96 das Tabellenschlusslicht Greuther Fürth.



