Rumäniens Trainer-Ikone Mircea Lucescu nach Zusammenbruch im Krankenhaus
Schockierende Nachrichten erreichen die Fußballwelt aus Rumänien. Der legendäre Nationaltrainer Mircea Lucescu (80) ist während der Vorbereitung auf das anstehende Freundschaftsspiel gegen die Slowakei zusammengebrochen und musste umgehend in ein Krankenhaus gebracht werden.
Zusammenbruch während Teambesprechung
Der Vorfall ereignete sich am Sonntag während einer technischen Besprechung des Teams, nur wenige Stunden vor dem geplanten Abflug nach Bratislava. Nach übereinstimmenden Medienberichten brach der erfahrene Trainer plötzlich zusammen. Das medizinische Personal der Nationalmannschaft leistete sofort Erste Hilfe, bevor zwei Rettungswagen des rumänischen Notdienstes SMURD eintrafen.
Der rumänische Fußball-Verband bestätigte in einer offiziellen Stellungnahme: „Dank des schnellen Eingreifens des medizinischen Personals konnte der Trainer rasch stabilisiert werden.“ Aktuell befindet sich Lucescu zur weiteren Behandlung und Überwachung im Krankenhaus, wo Ärzte versuchen, seinen Herzrhythmus zu stabilisieren.
Spiel gegen Slowakei ohne Lucescu
Das für Dienstag geplante Freundschaftsspiel der rumänischen Nationalmannschaft in der Slowakei wird ohne den langjährigen Trainer stattfinden. Vertreten wird er auf der Bank von Ionel Gane, dem ehemaligen Bochumer Stürmer, der bereits als Assistenztrainer im Team tätig ist.
Erst am vergangenen Donnerstag hatte Lucescu noch das WM-Qualifikationsspiel gegen die Türkei betreut, das Rumänien mit 0:1 verlor. Der 80-Jährige übernahm das Nationalteam bereits zum zweiten Mal in seiner Karriere im August 2024, nachdem er Rumänien bereits zwischen 1981 und 1986 trainiert hatte.
Eine beispiellose Trainer-Karriere
Mircea Lucescu blickt auf eine fast 50-jährige Trainerlaufbahn zurück, die ihn zu einer der prägendsten Figuren des europäischen Fußballs gemacht hat. Zu seinen größten Erfolgen zählen:
- Gewinn des UEFA-Pokals 2009 mit Schachtjor Donezk
- Ukrainische Meisterschaft 2021 mit Dynamo Kiew
- Meistertitel in Rumänien (1990), Türkei (2002 mit Galatasaray, 2003 mit Beşiktaş)
Besonders während seiner zwölf Jahre bei Schachtjor Donezk formte er zahlreiche spätere Superstars, darunter die ehemaligen Bundesliga-Spieler Douglas Costa (Bayern München) und Henrikh Mkhitaryan (Borussia Dortmund). Seine taktische Expertise und Spielerförderung machten ihn zu einer international anerkannten Trainer-Ikone.
Die Fußballgemeinschaft in Rumänien und darüber hinaus blickt nun mit großer Sorge auf den Gesundheitszustand des 80-Jährigen. Während das Nationalteam ohne seinen Chef-Trainer antreten muss, konzentrieren sich alle Gedanken auf die Genesung von Mircea Lucescu.



