Sammer verteidigt Arsenal: 'Alle sollen ihren Mund halten' gegen Kritiker
Sammer verteidigt Arsenal gegen Kritik von Hürzeler

Sammer verteidigt Arsenal scharf gegen Kritik

Matthias Sammer hat in der Expertenrunde bei Prime deutliche Worte gefunden, um die anhaltende Kritik am FC Arsenal und dessen Spielstil zurückzuweisen. Der Europameister von 1996 zeigte sich insbesondere verärgert über die Äußerungen des deutschen Trainers Fabian Hürzeler, der Arsenal nach einer 0:1-Niederlage scharf kritisiert hatte.

'Alle sollen ihren Mund halten'

„Zu Arsenal wollte ich nur sagen: Die sollen alle ihren Mund halten. Alle. Es gibt keine B-Noten im Fußball, sondern es gibt am Ende Titel. Und wer einen Titel gewonnen hat, hat recht“, polterte Sammer vor dem Rückspiel im Champions-League-Achtelfinale zwischen Arsenal und Bayer Leverkusen. Der Experte stellte klar, dass er für die wiederholte Kritik am Spielstil der Gunners kein Verständnis habe und bezog sich dabei explizit auf eine Reihe kritischer Aussagen von prominenter Seite.

Sammer äußerte sich besonders deutlich zu den Kommentaren von Fabian Hürzeler, dem Trainer von Brighton. Hürzeler hatte den Auftritt Arsenals zuletzt nach der Niederlage scharf kritisiert und gesagt: „Das ist kein Fußball, was Arsenal macht“, wobei er sich vor allem über Zeitspiel aufregte. Sammer konterte: „Sie sind im Moment nicht richtig frisch, aber sie so hart zu kritisieren …“

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Persönliche Ansprache an Hürzeler

Der ehemalige Nationalspieler nahm dabei explizit den Namen von Hürzeler in den Mund und sagte: „Ich schätze ihn sehr und ich habe Respekt vor seinem Weg. Aber bevor du so eine Mannschaft kritisierst, musst du mindestens drei Titel gewonnen haben und nicht mit Pauli aufgestiegen sein oder in der Premier League.“ Sammer schloss mit den Worten: „Das gehört sich einfach nicht und da muss man auch ein bisschen Respekt walten lassen. Wir auch.“

Sammer zeigte sich verwundert über die anhaltende Diskussion und meinte: „Am Ende wird zusammengezählt und wer oben steht, hat recht und ich muss sagen, denen muss langweilig sein auf der Insel, um so einen Blödsinn zu erzählen.“ Damit spielte er auf die britische Medienlandschaft an, die Arsenal häufig kritisch begleitet.

Hummels unterstützt Sammers Standpunkt

Mats Hummels, ebenfalls Teil der Expertenrunde bei Prime, griff die von Sammer angesprochene „B-Note“ auf und verwies auf Borussia Dortmund: „Es gibt ja als B-Note die Kritik, dass man nicht schön spielt. Es gibt aber auch die Kritik, was wir jetzt zum Beispiel bei den BVB-Spielen manchmal hatten, dass es nicht so überlegen ist und 50:50-Spiele sind“, erklärte der langjährige Dortmunder.

Hummels ergänzte: „Ich glaube, Arsenal schafft es schon, überlegen zu sein in den meisten Spielen. Sie spielen nicht schön. Sie sind halt pragmatisch bis zum Gehtnichtmehr in allem, was sie machen.“ Der Ex-Nationalspieler räumte ein: „Ich schaue es mir auch nicht gerne an. Ich habe viele Spiele gesehen. Sie haben mich wenig vom Hocker gerissen.“ Allerdings fügte er hinzu: „Der Erfolg gibt ihnen aktuell auf jeden Fall recht.“

Die Diskussion zeigt, wie kontrovers der Spielstil von Arsenal in der Fußballwelt bewertet wird. Während Kritiker wie Hürzeler die Pragmatik des Teams bemängeln, verteidigen Experten wie Sammer und Hummels den Ansatz mit Verweis auf die Ergebnisse. Arsenal steht aktuell in der Champions League weiterhin im Wettbewerb und konnte sich mit Siegen behaupten, was die Position von Sammer unterstreicht.

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