Samsunspor feuert Thomas Reis: Der deutsche Trainer-Knall in der Türkei
Ein deutscher Trainer folgt auf einen deutschen Trainer – doch diese Personalie sorgt beim türkischen Erstligisten Samsunspor für erhebliche Kontroversen und Kopfschütteln. Thorsten Fink (58) übernimmt das Traineramt von Thomas Reis (52), der in der Nacht nach der 1:3-Niederlage bei Antalyaspor entlassen wurde. Die Art und Weise dieser Entscheidung wirft viele Fragen auf und stößt bei den Fans auf breite Ablehnung.
Historische Erfolge und plötzliches Ende
Thomas Reis hatte Samsunspor im Juli 2024 übernommen, als der Verein jahrelang gegen den Abstieg kämpfte. Unter seiner Führung gelang Historisches: Er führte den Klub erstmals seit 1987 wieder auf Platz drei der Liga und damit in die Conference League. Dies gilt als einer der größten Erfolge in der Vereinsgeschichte, und Samsunspor ist in diesem Wettbewerb noch immer aktiv.
Eigentlich sollte Reis für diese Leistung belohnt werden. Ende Januar, also vor etwa zwei Wochen, unterbreiteten die Klubbosse ihm ein Vertragsangebot: eine Verlängerung bis 2027 mit der Option auf ein weiteres Jahr. In den Gesprächen konnten sich beide Seiten jedoch nicht auf die sportlichen Ziele einigen. Die Bosse forderten, dauerhaft in der Spitzengruppe mitzuspielen – was Reis angesichts des begrenzten Etats, der deutlich unter dem der Top-Teams liegt, nur schwer versprechen konnte.
Der erste Knall und die abrupte Entlassung
Daraufhin wurde beschlossen, die Zusammenarbeit im Sommer zu beenden. Der Verein plante, diese Entscheidung in zwei bis drei Wochen bekanntzugeben. Doch der Unmut bei den Verantwortlichen schien so groß gewesen zu sein, dass sie die zwei Niederlagen in Folge nutzten, um Reis umgehend zu feuern. Dies geschah, obwohl Samsunspor auf Rang sieben liegend eine solide Saison spielt.
Besonders bemerkenswert ist, dass Reis im Winter mit Anthony Musaba (25) einen seiner Leistungsträger abgeben musste. Der offensive Mittelfeldspieler wechselte für rund fünf Millionen Euro Ablöse zum Liga-Konkurrenten Fenerbahce, was die Mannschaft zusätzlich schwächte.
Reaktionen und Zukunftsperspektiven
Die Fans können diese Entscheidung nicht nachvollziehen, wie viele Kommentare in den sozialen Netzwerken zeigen. Thomas Reis befindet sich momentan noch in der Türkei, um sich von Freunden und Bekannten zu verabschieden. Bald wird er wieder in Deutschland zu sehen sein – möglicherweise schon bald in einer neuen Trainerrolle.
Die Ernennung von Thorsten Fink als Nachfolger wirft die Frage auf, ob dieser die Erwartungen der Klubbosse erfüllen kann. Die Situation bei Samsunspor bleibt angespannt, und die weitere Entwicklung wird mit Spannung verfolgt.



