Trainer-Knall vor WM: Saudi-Arabien trennt sich von Erfolgstrainer Hervé Renard
Saudi-Arabien feuert Trainer Renard zwei Monate vor WM-Start

Fußball-WM 2026: Saudi-Arabien entlässt Trainer kurz vor Turnierbeginn

In einer überraschenden Wendung hat sich Saudi-Arabien nur zwei Monate vor dem Start der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 von Nationaltrainer Hervé Renard getrennt. Der 57-jährige Franzose, der das Team bereits zur WM 2022 geführt hatte, gab die Trennung am Freitag selbst bekannt. Der saudi-arabische Fußballverband hat die Entlassung bisher noch nicht offiziell bestätigt.

Renards emotionaler Abschied und seine Erfolgsbilanz

Hervé Renard äußerte sich gegenüber der Nachrichtenagentur AFP zu seiner Entlassung: „So ist der Fußball. Saudi-Arabien hat sich sieben Mal für die Weltmeisterschaft qualifiziert, davon zweimal mit mir. Und es gibt nur einen einzigen Trainer, der sowohl die Qualifikation als auch die Weltmeisterschaft geschafft hat, und das bin ich, im Jahr 2022. Zumindest bleibt mir dieser Stolz.“

Renard kehrte 2024 für seine zweite Amtszeit als Nationaltrainer Saudi-Arabiens zurück, nachdem er das Team bereits von 2019 bis 2023 betreut hatte. Sein größter Erfolg war der sensationelle 2:1-Sieg gegen Argentinien bei der WM 2022, obwohl das Team anschließend in der Gruppenphase ausschied. Zuvor hatte Renard bereits mit Sambia und der Elfenbeinküste den Afrika-Cup gewonnen und sich als erfolgreicher Nationaltrainer etabliert.

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Nachfolger steht bereits fest: Georgios Donis übernimmt

Laut verschiedenen Medienberichten steht der Nachfolger für Renard bereits fest. Der in Frankfurt geborene Georgios Donis (56) soll Saudi-Arabien bei der WM in Kanada, den USA und Mexiko betreuen. Donis trainiert seit 2024 den saudischen Erstligisten Al-Khaleej und war zuvor in Griechenland tätig.

Seine Aufgabe wird es sein, Saudi-Arabien bei der siebten WM-Teilnahme der Geschichte zum Erfolg zu führen. Bisher schaffte es das Team nur bei seinem WM-Debüt 1994 über die Gruppenphase hinaus und erreichte das Achtelfinale. Ein Tiefpunkt war die 0:8-Niederlage gegen Deutschland bei der WM 2002 in Japan und Südkorea.

Herausfordernde WM-Gruppe für Saudi-Arabien

In der Gruppenphase der WM 2026 trifft Saudi-Arabien auf folgende Gegner:

  • Uruguay (16. Juni)
  • Spanien (21. Juni)
  • Neuling Kap Verde (27. Juni)

Die Trennung von Renard nur zwei Monate vor dem ersten Gruppenspiel gegen Uruguay wirft Fragen zur Vorbereitung des Teams auf. Ob der Wechsel auf der Trainerbank sich als strategischer Vorteil oder als Risiko erweisen wird, bleibt abzuwarten.

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