SC Freiburg: Die wahre Heldenreise der Saison
SC Freiburg: Die wahre Heldenreise

Und plötzlich gab es in Sport-Deutschland nur das eine große Thema. Im Supermarkt, in jeder Bar, auf der Straße sprachen die Leute über diesen einen Abend und fieberten dem großen Spiel entgegen – FC Bayern München gegen Paris St. Germain. Wenige Tage später muss jeder Fußball-Fan und auch ich zugeben: Wir haben uns alle geirrt. Nicht der Branchenprimus, nein die Mannen vom SC Freiburg sorgten für einen deutschen Finaleinzug, für positive Gefühle und Jubelarien. Wunderbare Platzsturm-Bilder, ein Meer aus glücklichen Fans.

Freiburgs Heldentaten wurden übersehen

Statt auf das spannende, aber durchwachsene Königsklassen-Halbfinale hätte sich die Aufmerksamkeit schon vorab viel stärker auf das Wunder aus dem Breisgau richten müssen. Hier schafften die Spieler, Trainer Julian Schuster und sein Team Historisches. Der solide SC, der sich über Jahre mit herzerfrischender und ehrlicher Bodenständigkeit entwickelt hat, stand erst im Halbfinale der Europa League und nun in einem europäischen Finale. Ein Märchen.

Finale in Istanbul als Krönung

In Istanbul soll nun am 20. Mai gegen Aston Villa die absolute Krönung folgen. Doch auch bereits jetzt ist es die Heldenreise der Saison. Haben die Massen bislang dem FC Bayern die Daumen gedrückt, muss sich der Fokus nun voll auf den SC richten. Freiburg ist nun „unser“ Club, der für europäische Glückseligkeit stehen kann und die Fahne der Bundesliga in die Höhe reckt.

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Genau wie die Fußball-Anhänger vor einigen Jahren Eintracht Frankfurt den Titel gönnten, muss die Sympathie nun auf die Freiburger Seite wechseln. Das dürfte nicht schwer fallen. Kaum ein Verein gibt so wenig Anlass für Kritik. Ab jetzt sind wir alle SCF. Und möge allen verziehen werden, die erst ab jetzt einschalten. Sie hatten zumindest eine gute Ausrede.

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