Der SC Freiburg hat Geschichte geschrieben: Zum ersten Mal steht der Verein in einem Europapokal-Endspiel. Mit einem furiosen 3:1 (2:0)-Sieg im Halbfinal-Rückspiel der Europa League gegen Sporting Braga drehten die Badener den 1:2-Rückstand aus dem Hinspiel und lösten das Ticket für das Finale am 20. Mai in Istanbul.
Früher Platzverweis ebnet den Weg
Schon in der siebten Minute leistete Bragas Mario Dorgeles eine Notbremse an Niklas Beste, der frei auf das Tor zusteuerte. Schiedsrichter Davide Massa zögerte nicht und zeigte dem Hinspiel-Helden die Rote Karte. In Überzahl dominierten die Freiburger das Spiel von Beginn an und hatten mehr als 70 Prozent Ballbesitz.
Kübler mit kuriosem Führungstreffer
In der 19. Minute fiel das 1:0: Nach einer zu kurzen Kopfballabwehr der Gäste landete der Ball bei Lukas Kübler, dessen Schuss an den linken Innenpfosten und von dort ins Netz flipperte. Es war der Auftakt für einen Doppelpack des Außenverteidigers.
Manzambi zaubert aus 20 Metern
Kurz vor der Pause (41. Minute) erhöhte Mittelfeld-Juwel Johan Manzambi mit einem traumhaften Schlenzer aus 20 Metern auf 2:0. Braga hatte zuvor Pech: Victor Gomez traf nur den Pfosten, der Nachschuss von Rodrigo Zalazar wurde von Philipp Treu geklärt (45.+1).
Freiburg drängt auf die Entscheidung
Nach der Pause vergaben Vincenzo Grifo (Pfosten, 47.), Matthias Ginter (49.) und Manzambi (52.) weitere Chancen. Braga wurde mutiger, doch Kübler köpfte in der 72. Minute zum 3:0 ein. Pau Victor verkürzte per Kopf auf 3:1 (79.), brachte die Partie aber nicht mehr in Gefahr. Der SC Freiburg verteidigte den Vorsprung souverän und feierte den größten Erfolg der Vereinsgeschichte.



