Schiedsrichtergespanne kehren in die Vorpommern-Kreisoberliga zurück
In der Kreisoberliga Vorpommern-Greifswald wird es künftig wieder häufiger Spiele geben, die von einem Schiedsrichtergespann geleitet werden. Der Fußballverband Vorpommern-Greifswald (FVVG) hat gemeinsam mit dem Spiel- und Schiedsrichterausschuss diese wichtige Entscheidung getroffen, um die Qualität der höchsten Kreisspielklasse zu verbessern und gleichzeitig bessere Bedingungen für die Unparteiischen zu schaffen.
Ende der Ära der Einzelschiedsrichter
Seit dem Jahr 2022 wurden die Partien der Kreisoberliga aufgrund rückläufiger Schiedsrichterzahlen überwiegend nur von einem einzelnen Unparteiischen geleitet. Diese Praxis gehört nun der Vergangenheit an. Jonas Dietrich, der Vorsitzende des Schiedsrichterausschusses, erklärt dazu: „Damit ging ein Qualitätsverlust einher. Entscheidungen wie Abseits oder Linienüberschreitungen sind ohne Assistenten deutlich schwieriger zu treffen. Zudem fehlte eine wichtige Ausbildungsplattform für junge Schiedsrichter, die als Assistenten Erfahrungen sammeln sollen.“
Dietrich betont, dass er die damalige Entscheidung zwar nachvollziehen könne, da die Zahl der Schiedsrichter zeitweise von einem dreistelligen Bereich auf etwa 70 gesunken war, aber dennoch als Fehlentscheidung betrachtet habe. In den vergangenen zwei Jahren hat sich die Situation jedoch deutlich verbessert. Die Schiedsrichterzahlen im FVVG steigen wieder und bewegen sich erneut im dreistelligen Bereich, was die Rückkehr zu Dreiergespannen ermöglicht.
Schrittweise Umstellung zur Rückrunde
Die Umstellung auf Schiedsrichtergespanne soll bereits zur Rückrunde der aktuellen Saison schrittweise erfolgen. Ein Stufenmodell sieht vor, die Anzahl der Spiele mit Assistenten kontinuierlich zu erhöhen:
- An den ersten beiden Spieltagen der Rückrunde werden noch keine Partien im Dreiergespann angesetzt.
- Anschließend steigt die Zahl der Spiele mit Assistenten Schritt für Schritt.
- An den letzten beiden Spieltagen sollen schließlich alle Begegnungen der Kreisoberliga mit Schiedsrichtern und zwei Assistenten geleitet werden.
Vorrang bei der Besetzung im Gespann erhalten dabei Spiele mit besonderer Bedeutung im Auf- oder Abstiegskampf. Die betroffenen Vereine werden jeweils spätestens am Sonntagabend vor dem Spieltag informiert.
Langfristiges Ziel: Vollständige Rückkehr zu Dreiergespannen
Jonas Dietrich zeigt sich erfreut über die schnelle Umsetzung: „Es stimmt mich sehr positiv, dass wir bereits zur Rückrunde mit der Besetzung im Dreiergespann beginnen können.“ Gleichzeitig bittet er die Vereine um Verständnis für die schrittweise Einführung. Langfristig ist das Ziel klar definiert: „Zur neuen Saison möchten wir alle Spiele unserer höchsten Spielklasse wieder im Dreiergespann besetzen.“
Diese Maßnahme dient nicht nur der Steigerung der Spielqualität, sondern auch der Förderung des Schiedsrichternachwuchses, der wertvolle Erfahrungen als Assistent sammeln kann. Der FVVG setzt damit ein starkes Signal für die Zukunft des regionalen Fußballs in Vorpommern.



