„Es ist unfassbar“: Leverkusen-Entscheidung löst Schiri-Sturm aus
Die Verantwortlichen von Bayer 04 Leverkusen haben nach dem 1:1 (0:0) gegen den FSV Mainz 05 deutliche Worte für Schiedsrichter Tobias Stieler gefunden. Eine umstrittene Szene in der 67. Spielminute sorgte für massive Kritik aus der Werkself.
Hjulmand mit ungewöhnlich scharfer Kritik
Trainer Kasper Hjulmand, der normalerweise zurückhaltend mit Schiedsrichterkritik ist, zeigte sich bei Sky außergewöhnlich deutlich: „Es ist keine Entschuldigung für unsere Leistung, und ich habe nie eine Entscheidung von einem Schiedsrichter kritisiert. Aber diesmal muss ich sagen: Es ist für mich unfassbar.“
Im Mittelpunkt der Kontroverse steht eine Szene im Strafraum der Mainzer, bei der Bayer-Angreifer Patrik Schick von Dominik Kohr mit beiden Armen festgehalten und zu Fall gebracht wurde. Statt eines Elfmeterpfiffs lief das Spiel weiter – Mainz nutzte den folgenden Konter zur Führung durch Sheraldo Becker.
Carro konfrontiert Schiedsrichter persönlich
Leverkusens Geschäftsführer Fernando Carro unterstützte die Kritik seines Trainers und bezeichnete die Szene als „klaren Elfmeter“. Der Spanier ließ seinem Frust in den Katakomben der BayArena freien Lauf und konfrontierte Schiedsrichter Stieler nach dem Abpfiff sogar in dessen Kabine.
„Ich habe ihnen gesagt, dass es für mich ein Elfer war. Du kannst das nicht sehen wahrscheinlich, aber der Video-Assistent hätte eigentlich pfeifen müssen“, erklärte Carro die emotionale Auseinandersetzung.
Stielers Sichtweise und fehlendes VAR-Eingreifen
Schiedsrichter Stieler verteidigte seine Entscheidung gegenüber den Leverkusener Verantwortlichen mit dem Hinweis auf ein „beidseitiges Ringen“. Besonders irritierend für die Leverkusener: Der Video-Assistent griff trotz der eindeutigen Szene nicht ein.
Hjulmand zeigte sich fassungslos über diese Bewertung: „Es ist unglaublich. Er schaut nicht auf den Ball. Ich glaube, jeder kann das sehen. Wenn das kein Elfmeter ist, dann muss mir jemand die Regeln erklären.“
Die umstrittene Entscheidung überschattete das gesamte Spielgeschehen und sorgte für anhaltende Diskussionen über die Schiedsrichterleistung und das VAR-System in der Bundesliga.



