Frank Schmidt bleibt Heidenheim-Trainer trotz drohendem Bundesliga-Abstieg
Frank Schmidt hat alle Spekulationen beendet und seine Loyalität zum 1. FC Heidenheim bekräftigt. Der 52-jährige Trainer wird seinen bis zum 30. Juni 2027 laufenden Vertrag beim Bundesligisten erfüllen – selbst wenn der drohende Abstieg in die zweite Liga tatsächlich eintreten sollte. Diese klare Aussage machte Schmidt vor dem wichtigen Heimspiel gegen Bayer Leverkusen am Samstag.
Vertragstreue auch in schwierigen Zeiten
„Ich kann hier und heute sagen, dass ich meinen Vertrag erfüllen werde, dass ich beim FCH bleibe“, erklärte Schmidt entschieden. Diese Zusage hat er bereits am Donnerstag dem Heidenheimer Vorstandsvorsitzenden Holger Sanwald persönlich mitgeteilt. Der Vertrag des Trainers schließt ausdrücklich auch die zweite Liga ein, was die langfristige Bindung beider Seiten unterstreicht.
Sanwald hatte bereits vor etwa vier Wochen bestätigt, dass der Club auch im Falle eines Abstiegs an Schmidt festhalten wolle. „Trotz der schwierigen Situation wisse der FCH, was er Schmidt zu verdanken habe“, betonte der Vorstandsvorsitzende. Er fügte hinzu, dass Schmidt durch die Erfahrungen dieser Saison sogar zu einem noch besseren Trainer geworden sei.
Dienstältester Trainer im deutschen Profifußball
Frank Schmidt trainiert den 1. FC Heidenheim seit September 2007 und ist damit der dienstälteste Coach im gesamten deutschen Profifußball. Unter seiner Führung vollzog der Club einen bemerkenswerten Aufstieg:
- Beginn in der vierten Liga
- Aufstieg bis in die Bundesliga
- Qualifikation für die Conference League
Aktuell befindet sich der FCH jedoch in einer äußerst schwierigen Situation. Nach 13 Bundesliga-Spielen in Serie ohne Sieg haben die Heidenheimer acht Spieltage vor Saisonende bereits zehn Punkte Rückstand auf den Abstiegs-Relegationsplatz. Die Chancen auf den Klassenverbleib sind damit nur noch theoretischer Natur.
Schwierige Ausgangslage vor Leverkusen-Spiel
Gegen den Champions-League-Aspiranten Bayer Leverkusen will die Mannschaft von Frank Schmidt trotz der Negativserie den vierten Saisonsieg feiern. Besondere Motivation bietet die Revanche für die 0:6-Niederlage in der Vorrunde bei Bayer. „Das waren Schmerzen, die man nur schwer ertragen konnte“, erinnerte sich Schmidt an die deutliche Niederlage. Diese Erfahrung habe er nicht vergessen und wolle sie nun korrigieren.
Schmidt räumte ein, dass die aktuelle Situation natürlich Auswirkungen hat: „Ich habe nie gesagt, dass ich aufhöre. Aber natürlich macht so eine Situation etwas mit einem, dass man verstärkt nachdenkt“. Dennoch betonte er seine Verlässlichkeit: „Aber auf mich kann man sich verlassen, ich bleibe Trainer in Heidenheim und werde meinen Vertrag erfüllen.“
Damit droht das Erstliga-Abenteuer des 1. FC Heidenheim im dritten Jahr zu Ende zu gehen. Doch unabhängig von der Liga-Zugehörigkeit bleibt Frank Schmidt der treue Trainer des Clubs, der ihn von der vierten Liga bis in die Bundesliga geführt hat.



