Resignation bei Heidenheims Trainer nach Niederlage in Bremen
Die Stimmung beim 1. FC Heidenheim ist nach der 0:2-Niederlage im entscheidenden Kellerduell bei Werder Bremen auf einem Tiefpunkt angelangt. Trainer Frank Schmidt äußerte sich nach der Partie am Samstagnachmittag bei Sky äußerst pessimistisch über die verbleibenden Chancen seines Teams auf den Klassenerhalt in der Fußball-Bundesliga.
„Das wäre mehr als ein Wunder“
„Das wäre schon mehr als ein Wunder, wenn wir da unten rauskommen“, sagte Schmidt mit unüberhörbarer Enttäuschung in der Stimme. Der erfahrene Trainer, der normalerweise für seinen unerschütterlichen Glauben bekannt ist, gestand: „Ich bin keiner, der hofft, sondern einer, der normalerweise dran glaubt – aber das fällt mir gerade genauso schwer wie unseren Fans.“
Die Gründe für Schmidts Resignation liegen auf der Hand: Gegen den Tabellenvorletzten Werder Bremen hatte Heidenheim keine echte Chance und konnte im gesamten Spielverlauf keine gefährlichen Offensivaktionen entwickeln. „Man hat gegen den Tabellenvorletzten keine Chance gehabt, deswegen fällt es schwer, hier irgendetwas rauszuhauen“, analysierte der Trainer die enttäuschende Leistung seiner Mannschaft.
Statistisch bereits abgestiegen
Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Mit nur 14 Punkten nach 24 Spielen befindet sich Heidenheim in einer historisch aussichtslosen Position. Seit Einführung der Drei-Punkte-Regel hat noch kein Team mit einer solch geringen Punktausbeute am Saisonende den Klassenerhalt geschafft. Acht Punkte Rückstand auf den Relegationsplatz und eine Serie von nun elf Bundesliga-Spielen ohne Sieg (drei Remis, acht Niederlagen) zeichnen ein düsteres Bild.
Besonders alarmierend ist die defensive Schwäche des Teams: In keinem der bislang 24 Bundesliga-Spiele blieb Heidenheim ohne Gegentor – eine statistische Besonderheit, die die Probleme des Teams unterstreicht.
Spieler äußern sich enttäuscht
Mittelfeldspieler Niklas Dorsch zeigte sich bei DAZN ebenfalls geknickt von der Leistung und den Aussichten: „Am Ende reicht es einfach nicht. Es war vorne und hinten eine Leistung, die nicht reicht, um in der Bundesliga zu bleiben.“ Der Spieler betonte, dass die Partie in Bremen die letzte realistische Chance gewesen sei, „um noch einmal Anschluss an die oberen Plätze zu bekommen“. Mit der gezeigten Leistung habe man „in der Bundesliga nichts verloren“.
Spielverlauf in Bremen
Das Duell zwischen dem Vorletzten und Letzten der Tabelle wurde durch zwei späte Tore entschieden. Jovan Milosevic brachte Werder Bremen in der 57. Minute in Führung, ehe ein Eigentor von Hennes Behrens in der siebten Minute der Nachspielzeit die endgültige Entscheidung brachte. Für Heidenheim war es die achte Niederlage in den letzten elf Spielen – eine Serie, die kaum noch Hoffnung auf eine Wende zulässt.
Die verbleibenden zehn Spiele der Saison werden für Heidenheim nun zur reinen Formsache, während sich die Vorbereitungen auf die mögliche Rückkehr in die 2. Bundesliga bereits abzeichnen. Trainer Schmidt und sein Team stehen vor der schwierigen Aufgabe, trotz der aussichtslosen Situation die Moral in der Mannschaft aufrechtzuerhalten und mit Würde die Saison zu beenden.



