Gladbachs Sportdirektor Schröder fordert nach Befreiungsschlag Kontinuität
Nach dem so wichtigen Befreiungsschlag gegen Union Berlin (1:0), dem ersten Dreier nach sieben sieglosen Partien, jubelte ganz Mönchengladbach. Doch Sportdirektor Rouven Schröder (50) atmete nur kurz durch: „Mir fällt ein Stein vom Herzen“, bekannte der Borussia-Boss nach dem ersehnten Sieg, blieb aber auf dem Boden der Realität.
Realitätscheck trotz Dreier: „Noch nichts geschafft“
„Der Stolz überwiegt nach dem, was in den vergangenen Wochen los war“, analysierte Schröder. „Wenn man aber die Ergebnisse der Konkurrenz sieht, haben wir noch gar nichts geschafft. Nicht nur wir haben verstanden, worum es jetzt geht.“ Deshalb setzt der Fohlen-Boss nun für die letzten zehn Bundesliga-Spiele neue, knallharte Maßstäbe an seine Profis – damit die Leistung gegen Union Berlin kein Einzelfall bleibt.
Benchmark für den Abstiegskampf definiert
Schröder hob besonders die mentale Stärke der Mannschaft hervor: „Die Mannschaft war gegen Union trotz des Drucks sehr stabil, sie hat immer wieder versucht, in der Offensive aktiv zu werden. Wir haben uns getraut, ins 1‑gegen‑1 zu gehen, auch aus der zweiten Reihe zu schießen.“ Diese Aspekte seien in den vorangegangenen Wochen zu kurz gekommen. „Genau das ist jetzt die Benchmark für den Abstiegskampf – nur so bleiben wir in der Liga“, machte der Sportdirektor unmissverständlich klar.
Heimspiele als Schlüssel zur Rettung
Fakt ist: Drei entscheidende Bundesliga-Partien zur Rettung finden im Borussia-Park statt. Gegen die direkten Konkurrenten St. Pauli (13. März), Heidenheim (3. bis 5. April) und Mainz (17. bis 19. April) müssen weitere Siege her. Schröder setzt in diesen Abstiegs-Duellen erneut auf die Fans als zwölften Mann. Nach der 1:2-Pleite in Freiburg waren diese zunächst enttäuscht, doch gegen Union Berlin sprang der Funke erneut über.
Fans als tragende Säule
„Der Borussia-Park war gegen Union absolut stimmungsgeladen und die Fans haben wie eine Eins hinter uns gestanden, uns in schwierigen Phasen sehr geholfen“, lobte Schröder. „Nicht nur die Nordkurve, sondern alle im Stadion.“ Diese Unterstützung werde in den kommenden entscheidenden Wochen mehr denn je benötigt, um den Klassenerhalt zu sichern und die neue Benchmark dauerhaft zu etablieren.



