Die ehemalige Fußball-Nationaltorhüterin Almuth Schult hat sich für die Abschaffung der Altersbeschränkung im olympischen Männerturnier ausgesprochen. „Es ist sehr schade, dass bei den Männern nur U23-Teams spielen dürfen“, sagte die Olympiasiegerin von 2016 am Donnerstagabend im Rahmen einer Diskussionsveranstaltung des Karlspreis-Rahmenprogramms in Aachen.
Einzigartige Erfahrung
„Die Olympischen Spiele sind etwas ganz Besonderes, eine einmalige Erfahrung. Da müssen die besten Spieler der Welt und die besten Teams teilnehmen dürfen“, betonte Schult. Sie selbst hatte 2016 mit der deutschen Frauen-Nationalmannschaft die Goldmedaille gewonnen.
Altersgrenze seit 1992
Im Männerfußball gilt seit den Olympischen Spielen 1992 eine Altersbegrenzung. Teilnehmen dürfen nur Spieler unter 23 Jahren, wobei drei ältere Spieler pro Team erlaubt sind. Die Frauen hingegen treten mit ihren A-Nationalmannschaften an, was Schult als ungleich empfindet.
Die Forderung der 34-Jährigen kommt zu einem Zeitpunkt, da die Diskussion über die Zukunft des olympischen Fußballs neu entfacht ist. Kritiker der Altersregel argumentieren, dass sie den Wettbewerb schwäche und den Zuschauern die besten Talente vorenthalte. Befürworter hingegen sehen darin eine Chance für junge Spieler, internationale Erfahrung zu sammeln.
Schult, die 2023 ihre Karriere beendete, engagiert sich weiterhin für den Fußball und setzt sich für Reformen ein. Ihre Aussage in Aachen stieß auf breite Zustimmung unter den Anwesenden, die die Bedeutung der Olympischen Spiele als Plattform für die weltbesten Athleten unterstrichen.



