Schwedens kurioser WM-Weg: Trotz Quali-Desaster im Playoff-Finale gegen Polen
Schwedens WM-Weg: Quali-Desaster, doch Playoff-Chance gegen Polen

Schwedens kurioser Weg zum WM-Playoff-Finale

Die schwedische Nationalmannschaft steht vor einer historischen Chance, die viele Beobachter als absurd bezeichnen. Trotz einer desaströsen regulären WM-Qualifikation, in der das Team ohne einen einzigen Sieg blieb und als Gruppenletzter hinter der Schweiz, dem Kosovo und Slowenien landete, hat Schweden am Dienstagabend die Möglichkeit, sich für die Weltmeisterschaft 2026 zu qualifizieren. Im Playoff-Finale treffen die Skandinavier auf Polen, wobei das Duell der Stürmer Viktor Gyökeres gegen Robert Lewandowski im Mittelpunkt steht.

Die unverdienteste Qualifikation aller Zeiten?

Böse Zungen sprechen bereits von der möglicherweise unverdientesten WM-Qualifikation der Geschichte, sollte Schweden gewinnen. Die Ausgangslage ist tatsächlich bemerkenswert: In der eigentlichen Qualifikationsgruppe holte Schweden lediglich zwei Unentschieden gegen Slowenien (2:2 und 1:1) und verlor alle anderen Spiele. Dennoch befindet sich das Team nur noch einen Sieg von der ersten WM-Teilnahme seit 2018 entfernt.

Wie die Nations League Schweden rettete

Der Grund für diese kuriose Situation liegt in den erweiterten Playoff-Regeln der FIFA. Durch die Aufstockung der WM auf 48 Teams erhielten nicht nur die zwölf Gruppenzweiten der WM-Qualifikation, sondern auch die vier besten Nations-League-Gruppensieger ein Ticket für die Playoffs. Schweden sicherte sich durch einen Gruppensieg in der C-Liga gegen Slowakei, Estland und Aserbaidschan mit 16 Punkten genau dieses Ticket.

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Im Playoff-Halbfinale besiegten die Schweden dann überraschend die Ukraine mit 3:1 und schafften damit den Einzug ins Finale. Die schwedische Boulevardzeitung Aftonbladet kommentierte: „Sie wurden ausgebuht, verspottet und infrage gestellt. Doch innerhalb von nur 90 Minuten plus Nachspielzeit gewannen sie die Liebe des Volkes zurück.“

Gyökeres' Triumph und die Lewandowski-Herausforderung

Zum Helden des Ukraine-Spiels wurde Viktor Gyökeres, der in Abwesenheit des verletzten Alexander Isak einen Dreierpack erzielte. Trainer Graham Potter lobte: „Viktors Leistung war unglaublich. Er war phänomenal.“ Mitspieler Anthony Elanga fügte hinzu: „Er ist einer der besten Stürmer der Welt.“

Doch im Finale wartet mit Robert Lewandowski eine noch größere Herausforderung. Der polnische Stürmer, für den die WM 2026 wahrscheinlich die letzte sein wird, führte Polen bereits vor vier Jahren mit einem Tor zum 2:0-Sieg gegen Schweden im WM-Qualifikationsfinale. Innenverteidiger Carl Starfelt zeigte sich dennoch zuversichtlich: „Wenn Gyökeres auch nur annähernd auf dem Niveau spielt, das er gegen die Ukraine gezeigt hat, denke ich, dass er das Duell gegen Lewandowski gewinnen wird.“

Was auf dem Spiel steht

Der Sieger des Duells qualifiziert sich für die WM 2026 und wird in Gruppe F auf die Niederlande, Japan und Tunesien treffen. Für Schweden geht es nicht nur um die WM-Teilnahme, sondern auch um die Bewältigung eines persönlichen Traumas aus dem verlorenen Finale vor vier Jahren. Gyökeres brachte seine Ambitionen mit einem Lächeln auf den Punkt: „Das wäre doch nichts Schlechtes, oder?“, antwortete er auf die Frage, ob er seine Leistung wiederholen könne.

Fest steht: Das Playoff-Finale zwischen Schweden und Polen verspricht nicht nur spannenden Fußball, sondern auch eine außergewöhnliche Geschichte über eine möglicherweise historisch einmalige Qualifikation.

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