Hertha BSC muss am Sonntag (13.30 Uhr) im Auswärtsspiel beim 1. FC Magdeburg auf Mittelfeldspieler Paul Seguin verzichten. Der 31-Jährige hatte im Heimspiel gegen Holstein Kiel seine fünfte Gelbe Karte gesehen und ist damit für die Partie gesperrt.
Vater erleichtert über Seguins Sperre
Dieses Fehlen sorgt für eine besondere Wendung im Duell zwischen dem Hauptstadtklub und den abstiegsbedrohten Magdeburgern. Denn Paul Seguin ist der Sohn von Wolfgang „Paule“ Seguin (80), einer Legende des 1. FC Magdeburg. Der ältere Seguin hatte sich bereits im Vorfeld Gedanken über die mögliche Brisanz gemacht: „Hätte er gespielt, hätte ich mich komplett rausgehalten, kein Wort über das Spiel verloren. Das ist eine Frage der Loyalität“, erklärte er.
Magdeburg im Abstiegskampf
Für den FCM geht es nach der 0:1-Niederlage in Nürnberg um alles. Die Mannschaft steckt tief im Abstiegssumpf und darf sich im Heimspiel gegen Hertha keinen weiteren Ausrutscher leisten. „Für uns geht es jetzt um alles. Das wird ein Charaktertest“, betonte Wolfgang Seguin. Er ist zuversichtlich, dass seine Mannschaft die Kurve kriegen wird: „Herthas Traum von der Bundesliga ist seit letzter Woche wohl ausgeträumt. Mal sehen, wie sie das mental verarbeitet haben. Dass wir sie schlagen können, haben die Jungs beim 2:0 im Hinspiel bewiesen.“
Topstürmer Zukowski wieder dabei
Ein wichtiger Faktor für Magdeburg ist die Rückkehr von Topstürmer Zukowski, der nach einer Gelb-Sperre wieder im Kader steht. Wolfgang Seguin wird am Sonntag mit der Familie im Stadion sitzen und dem FCM die Daumen drücken. Bis Donnerstag ist er noch mit Freunden an der polnischen Ostsee unterwegs. Nach dem Spiel hofft er, dass Paul, seine Freundin und der Enkel über Nacht bei ihnen bleiben können.



